- 23.11.2012, 13:57:11
- /
- OTS0215 OTW0215
ÖGB-Ruprecht: Nicht wegschauen, nicht schweigen
Gewalt gegen Frauen energisch unterbinden
Utl.: Gewalt gegen Frauen energisch unterbinden=
Wien (OTS/ÖGB) - "Gewalt hat viele Gesichter, jedes einzelne davon
ist unmenschlich und gehört energisch unterbunden", sagt
ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht anlässlich des
Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.
November. "Gewalt an sich ist schon schlimm, und durch wegschauen und
schweigen wird das Leid der Betroffenen noch vergrößert."
"Frauen werden in der Arbeitswelt nicht nur bei Einkommen und
Karrierechancen diskriminiert, sie sind auch immer wieder Gewalt in
vielfältigen Formen ausgesetzt", so Ruprecht. "Körperliche und
psychische Gewalt, sexuelle Belästigung, Mobbing - davon sind vor
allem Frauen betroffen." Am Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen
Frauen appelliert Ruprecht daher zu Courage: "Wir wissen, dass viele
Frauen sich nicht trauen, gegen Gewalttäter in welcher Form auch
immer vorzugehen. Ihnen wollen wir Mut machen, sich nicht zu
verschweigen. Es sind nicht die von Gewalt betroffenen Frauen, die
sich schämen müssen, sondern die Täter." Die Unternehmen müssten ihre
Verantwortung und ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten
ernst nehmen und in Fällen von Gewalt viel konsequenter und strenger
vorgehen, fordert Ruprecht.
Es gebe auch viele Stellen, die die Frauen unterstützen würden,
angefangen von den BetriebsrätInnen in den Firmen bis hin zur
Gleichbehandlungsanwaltschaft. "Genau so wenig wie wir es hinnehmen,
dass Frauen weniger verdienen, nur weil sie Frauen sind, lassen wir
uns Gewalt antun." Die jüngste gerichtliche Entscheidung zum Fall
einer belästigten Frau, der zum Kavaliersdelikt verharmlost wurde,
sei ein absoluter Rückschritt, kritisiert Ruprecht.
Ruprecht erinnert auch an die Hundertausenden Frauen weltweit, denen
in desolaten Fabriken auch Gewalt angetan wird. "In asiatischen
Sweatshops, die regelmäßig zusammenbrechen, arbeiten hauptsächlich
Frauen stundenlang zu Hungerlöhnen und ohne rechtliche oder soziale
Absicherung - auch das ist Gewalt, zum Profit von großen Marken, die
wir in den reichen Ländern kaufen."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






