- 22.11.2012, 10:40:25
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LR Ragger: Mit Ferlachern Lösung für unbegleitete geflüchtete Kinder erzielt
Bei Bürgerversammlung auch Bedingungen für Aufnahmen in Görtschach festgelegt
Utl.: Bei Bürgerversammlung auch Bedingungen für Aufnahmen in
Görtschach festgelegt=
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Die Landespolitik akzeptiert
selbstverständlich, dass die Bevölkerung in Ferlach einer
Unterbringung von Flüchtlingen kritisch gegenüber steht. Anders muss
man aber die Frage nach einer Unterbringung von unbegleiteten Kindern
und Jugendlichen in Görtschach sehen. Hier gibt es auch eine
humanitäre Verantwortung, diesen Kindern einen Zugang zu
Deutschkursen und zu einer Ausbildung zu ermöglichen." Diese
differenzierte Haltung des Kärntner Sozialreferenten LR Christian
Ragger stieß am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung in Ferlach
auf mehrheitliche Zustimmung.
Im Gespräch mit den etwa 250 Ferlachern wurde Einvernehmen darüber
hergestellt, dass im bestehenden Heim in Görtschach bis zu 30 Kinder
und Jugendliche, die ohne Angehörige nach Österreich geflüchtet sind,
untergebracht und ausgebildet werden. Ragger betonte, dass er als
Bildungs- und Jugendreferent dabei vor allem auch die
UNO-Kinderrechtskonvention, welche minderjährigen Flüchtlingen
besonderen Schutz zuerkenne, zu beachten habe, außerdem die
allgemeine Schulpflicht, welche in Österreich auch für diese Kinder
gelte: "Ich bekenne mich zu dieser Verantwortung." Es bestehe eine
rechtliche und moralische Verpflichtung, traumatisierten,
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen eine sichere,
unterstützende Umgebung zu verschaffen.
Gleichzeitig kündigte Ragger an, dass er auf folgende Umstände
achten werde: In Görtschach sollen nur Kinder bis 14 Jahre
aufgenommen werden. Sie sollen von einer Ethnie abstammen, um von
vornherein mögliche kulturelle Spannungen zu verhindern. "Was wir
nicht akzeptieren ist, dass Kinder hergeschickt werden und Angehörige
im Rahmen einer Familienzusammenführung nachkommen. Solche so
genannten 'Ankerkinder' werden wir nicht aufnehmen", sagte Ragger und
fügte hinzu: "Mit der Unterbringung von jungen Flüchtlingen erfüllt
Ferlach seine Verantwortung und es würden hier keine anderen
Asylanten angesiedelt werden." Ragger bedankte sich auch bei
Bürgermeister Ingo Appé, der bei dieser Diskussion um unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge eine sehr konstruktive Rolle eingenommen
hat.
(Schluss)
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