- 21.11.2012, 13:04:56
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Blecha: Ausnahmsweises, begrenztes und befristetes Opfer
Verbesserungen bei Absetzbetrag in Verhandlung
Utl.: Verbesserungen bei Absetzbetrag in Verhandlung=
Wien (OTS) - Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha sprach bei
der heutigen Landeskonferenz des Pensionistenverbandes Salzburg von
"härteren Zeiten, großen Herausforderungen, aber auch von der
einzigartigen Chance, erstmals in der Geschichte die Zukunft
GEMEINSAM mit den Jüngeren und Älteren zu gestalten."
"Wir Ältere sind Partner der Jungen, weil wir ihnen helfen, weil wir
gemeinsame Ziele haben, z.B. bei der gemeinsamen Forderung nach einem
Abflachen der Lebensverdienstkurve. Oder wenn Jung und Alt gemeinsam
darum kämpfen, die 'schlechten Jahre' von Berufspraktika etc. durch
höhere Mindestbeitragsgrundlagen bei der künftigen Pensionsberechnung
besser zu berücksichtigen, um die Pensionshöhe der Jungen zu
verbessern. Oder im gemeinsamen Kampf gegen ein Pensionsmodell
selbsternannter Pensionsexperten und des Herrn Stronach - das die
Jungen doppelt belasten würde!", so Blecha.
Länger arbeiten - dafür brauchen wir endlich die Jobs für
ältere ArbeitnehmerInnen
Blecha ging auf die aktuelle Debatte um ein späteres
Pensionsantrittsalter ein: "Alle reden vom 'länger arbeiten' - also
her mit den Jobs für ältere Menschen, denn nur wenn es altersgerechte
Arbeitsplätze gibt, wird das Pensionsantrittsalter steigen!", wies
Blecha energisch auf den Widerspruch von Anspruch und Wirklichkeit
hin. Der Pensionistenverbands-Präsident forderte auch den massiven
Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. "Wir möchten gesund in
die Arbeit gehen, aber auch gesund wieder nach Hause kommen! Da sind
die Unternehmen in der Pflicht, indem sie altersgerechtes Arbeiten
ermöglichen und endlich damit aufhören müssen, Ältere hinaus zu
mobben oder in die Frühpension abzuschieben!"
Ausnahmsweises, begrenztes und befristetes Opfer
Blecha thematisierte die kommende Pensionserhöhung: "Ja, die Dämpfung
um 1 Prozent von 2,8 auf 1,8 Prozent Anpassung für 2013 und um 0,8
Prozent für 2014 sind Opfer! Ein ausnahmsweises Opfer, ein begrenztes
Opfer, ein befristetes Opfer. Ein Opfer, das einstimmig von ALLEN
Seniorenverbänden zur Kenntnis genommen wurde. Warum? Weil man wissen
muss, dass z.B. von Vizekanzler Spindelegger geforderte Nullrunden
verhindert werden konnten, die etwa Neugebauer bei den Beamten nicht
verhindern konnte. Weil wir eine Erhöhung des
Krankenversicherungsbeitrages, die exklusiv für Pensionisten
vorgesehen war, zurückweisen konnten. Weil wir im Gegensatz dazu 400
Millionen für die Verlängerung des Pflegefonds bis 2016 erreicht
haben, 750 Millionen Euro für eine Arbeitsmarktoffensive mobilisiert
werden, weil wir 200 Millionen für altersgerechtes Wohnen
herausverhandeln konnten! Und wir haben durchgesetzt, dass die
"Mindestpensionen" (Ausgleichszulagen) die volle Teuerungsabgeltung
von 2,8 Prozent erhalten, ohne von den übrigen Pensionen abgezogen zu
werden.
Anpassung auch beim Absetzbetrag
Blecha nannte als Detail bei den laufenden Verhandlungen, "dass wir
jetzt um Verbesserungen beim 'erhöhten Pensionistenabsetzbetrag',
also dem ehemaligen Alleinverdienerabsetzbetrag kämpfen." Blecha will
verhindern, dass bei einer 1,8-prozentigen Pensionsanpassung und
gleichbleibenden Anspruchsvoraussetzungen tausende Menschen den
Absetzbetrag wieder verlieren.
Blecha ging in seiner Rede vor 200 PensionistenvertreterInnen auch
grundsätzlich auf die Konsolidierung der Staatsfinanzen ein: "Sparen
ja - aber nicht auf Kosten von Wachstum und Beschäftigung" und fügte
hinzu, "dass die, die wirklich das Geld haben, auch zur Kassa gebeten
werden müssen!"
Teuerung "verbieterisch"
"Heizen, tanken, wohnen, einkaufen ist verbieterisch teuer! Deshalb
brauchen wir effiziente Preiskontrollen und Strafen für Preissünder",
erklärte Blecha, warum der Pensionistenverband einen energischen
Kampf gegen die hohen Preise führt.
Der PVÖ-Präsident weiter: "Der Pensionistenverband ist die große und
starke Interessensvertretung! Wir kämpfen leidenschaftlich mit Blick
für das Machbare und in Verantwortung für die kommenden
Generationen!"
Brenner und Panosch: Aktives Alter(n)
Landeshauptmann-Stv. David Brenner betonte, dass der
Pensionistenverband Salzburg neben Interessensvertretung in den
Bereichen Pensionen, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auch
eine der größten Sportorganisationen ist, eine der aktivsten
Kulturvereinigungen, und eine der unternehmungsfreudigsten
Betreuungsorganisationen.
Der Salzburger Vizebürgermeister Martin Panosch rief dazu auf, "aktiv
zu altern". Dies sei bei steigender Lebenserwartung und den damit
verbundenen Herausforderungen wie z.B. bei Pflege und Betreuung
besonders wichtig. Salzburg investiert aktuell besonders stark in
seine Senioren- bzw. Pflegeeinrichtungen.
Huber wiedergewählt
Die Delegierten der Landeskonferenz des PVÖ-Salzburg wählten
schließlich den ehemaligen Salzburger Vizebürgermeister Dr. Josef
Huber einstimmig wieder zum PVÖ-Landesvorsitzenden.
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