- 19.11.2012, 14:26:54
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Österreich und Europa brauchen kein Schiefergas, sondern mehr erneuerbare Energien! Auch Erdgas ist klimaschädlich!
Wien (OTS) - Eine Presseaussendung von: Umweltdachverband, IG
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Kachelofenverband, proPellets Austria
In den vergangenen Wochen häuften sich die Meldungen über
Natur-Katastrophen, die mit dem Klimawandel in Verbindung stehen:
Millionen Menschen waren in New York tagelang ohne Strom, in
verschiedenen Teilen Europas ereigneten sich Überschwemmungen und
Vermurungen, in Teilen der USA kam es zu Ernteausfällen wegen Dürre!
In diesem Zusammenhang muss der Forderung der Energiekonzerne, in
Europa Schiefergas abzubauen, eine unwiderrufliche Absage erteilt
werden.
Dazu Heinz Kopetz, Sprecher der Gruppe Energypeace und
Ehrenpräsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes: "Die Zunahme
dieser Natur-Katastrophen können wir nur verlangsamen, wenn wir
weniger Treibhausgase ausstoßen - das gilt für Österreich genauso wie
für Europa. Wir brauchen keinen Schiefergasabbau, sondern den
beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. "
Auch die Nutzung von Erdgas ist klimaschädlich. Ein mit Erdgas
beheiztes Haus emittiert jährlich im Schnitt sechs Tonnen CO2. Das
ist zwar weniger als bei der Verwendung von Öl oder Kohle, aber immer
noch um sechs Tonnen zu viel. "Erdgas ist nicht klimafreundlich, wie
öffentlich oftmals gerne formuliert wird, sondern nur weniger
klimaschädlich als andere fossile Energien. Nur erneuerbare Energien
ermöglichen die rasche Reduktion der Treibhausgase und die
Importunabhängigkeit. Auch wenn man auf die Schiefergasvorkommen in
Europa setzt, wird man auf Erdgasimporte nicht verzichten können",
erklärt Kopetz.
Im Sinne der Beschränkung der Erderwärmung auf unter zwei Grad
sollte Österreich in den kommenden Jahren seine Emissionen jährlich
um zwei Millionen Tonnen CO2 drosseln. Das kann nur gelingen, wenn -
ausgehend von der Regierungsspitze - eine Energiewende eingeleitet
wird.
"Wer angesichts der Bedrohungen durch den Klimawandel weiterhin
für mehr Erdgas oder Öl plädiert, ignoriert die Verantwortung für die
künftigen Lebensbedingungen unserer Kinder und Enkel. Wenn die Welt
beim Klimaschutz dem Beispiel der USA folgt, dann droht den nächsten
Generationen eine Erderwärmung um sechs bis acht Grad!",
prognostiziert Kopetz.
In den kommenden zwei Jahrzehnten geht es vielmehr darum, die
Verwendung fossiler Energieträger um mindestens 50 Prozent zu
reduzieren. Die aktuellen Zahlen der Internationalen Energieagentur
zeigen leider ein anderes Bild: 2011 wurde das fossile Energiesystem
weltweit mit 523 Mrd. US-Dollar subventioniert. Im Vergleich zu 2010
entspricht das einer Zunahme von 30 Prozent und dem Sechsfachen der
Subventionen für erneuerbare Energien.
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