- 19.11.2012, 11:00:45
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Ein sicherer Schulweg für Burgenlands Schulkinder
Aktion "Sicher in die Schule!" kommt nach Eisenstadt

Utl.: Aktion "Sicher in die Schule!" kommt nach Eisenstadt=
Eisenstadt (OTS) - Das hohe Verkehrsaufkommen rund um Burgenlands
Schulen birgt ein enormes Risiko für die Kinder. Halten in 2. Spur,
zugeparkte Zebrastreifen oder gefährliche Reversiermanöver können zu
brenzligen Situationen führen, die eigentlich leicht zu verhindern
wären, wenn man sich einerseits an die Verkehrsregeln halten oder die
Kinder nicht mit dem Auto in die Schule bringen würde. Ohne den
massiven Pkw-Zustrom wird das Schulumfeld zur verkehrsberuhigten und
sicheren Zone. AUVA-Landesstelle Wien und KFV (Kuratorium für
Verkehrssicherheit) weisen Kindern, Eltern und Behörden den sicheren
Weg in die Volksschule Eisenstadt.
Viele Schulen im Burgenland gleichen Morgen für Morgen und auch zu
Mittag einem Riesenparkplatz: Um das eigene Kind so nah wie möglich
am Schultor abzuliefern oder abzuholen, sorgen wohlmeinende Mamas und
Papas tagtäglich für unzählige Brems- und Wende-, Ein- und
Ausparkmanöver sowie riskantes Aussteigen. Das erhöhte
Verkehrsaufkommen im Schulumfeld bedeutet aber nicht nur
Staugarantie, sondern auch eine große Gefahr. Für Kinder vor der
Schule stellt die Vielzahl an Fahrzeugbewegungen, Sichtbarrieren und
räumlichen Hindernissen ein massives Risiko dar. Um dem Verkehrschaos
Einhalt zu gebieten führen AUVA- Landesstelle Wien und KFV die
Aktion "Sicher in die Schule" durch und entwickeln individuelle Pläne
für einen sicheren Schulweg. Dr. Gerhard Resch, Amtsf. Präsident des
Landesschulrates für Burgenland befürwortet die Aktion: Diese
Verkehrsproblematik findet tagtäglich im Nahbereich der Schulen -
wohl flächendeckend im Burgenland - neue Höhepunkte, die Idee ist
also sicher außerordentlich zielführend, und wenn Experten aus der
AUVA, dem KFV gemeinsam mit den Schulen und der Polizei kooperieren,
dann ist der Erfolg sicher."
Autos sind die größte Gefahr für Kinder am Schulweg
Aus den knapp 40.000 ausgewerteten Elternfragebögen der
AUVA-Aktion "Schulwegpläne für Wien" lässt sich ganz klar erkennen:
die größte Gefahr für Kinder am Schulweg geht von den Autos aus - sei
es als Mitfahrer bei den Eltern, durch den Zubringerverkehr zur
Schule oder durch rücksichtslose Autofahrer. "Wir greifen daher in
einer weiterführenden Aktion genau dieses heiße Thema auf und haben
mit dem KFV einen kongenialen Partner gefunden. Wir führen die Aktion
auch in Wien und in Niederösterreich - also in allen drei
Bundesländern, für die die AUVA-Landesstelle Wien zuständig ist -
durch", sagt Ing. Bernd Toplak, stellvertretender Leiter des
Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien.
Verkehrsberuhigung rund um die Volksschule Eisenstadt
In Eisenstadt steht die Überarbeitung des bestehenden
Stadtentwicklungsplans ganz oben auf der Agenda von Labg. Bgm. Mag.
Thomas Steiner: "Gemeinsam mit den Fachbeamten und unter Einbeziehung
der Bevölkerung wird dieser Plan in den kommenden Monaten von Grund
auf überarbeitet werden. Auch ein neues Verkehrskonzept wird
erarbeitet, bei dem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im
Vordergrund stehen wird. Eisenstadt ist eine Einpendlergemeinde mit
einem hohen Verkehrsaufkommen in den Morgenstunden. Daher ist es
besonders wichtig, dass gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmer
geschützt werden."
Das beste Mittel gegen den allmorgendlichen Verkehr vor der Schule
ist ein Schulweg, der nicht im Auto der Eltern, sondern per Bus oder
zu Fuß zurückgelegt wird. "Sicher in die Schule!": Unter diesem Motto
propagieren AUVA und KFV sichere Arten der Schulwegbewältigung.
Gezieltes Erfahrungstraining mit Eltern und Experten macht's von
Kindesbeinen an möglich. Die Einbindung der Eltern als unmittelbar
Betroffene ist bei der Aktion besonders wichtig, da sie mit einem
Umdenken ihrerseits die Schüler maßgeblich vor der permanenten hohen
Gefahr eines Verkehrsunfalles schützen können.
In der Landeshauptstadt Eisenstadt werden vier von zehn Kindern
mit dem Auto in die Volksschule Eisenstadt gebracht, obwohl dies gar
nicht erforderlich wäre. "In Eisenstadt wäre es nicht notwendig das
eigene Kind mit dem Auto in die Schule zu bringen, da das öffentliche
Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut ist. Außerdem liegt die Volksschule
so zentral, dass noch mehr Kinder zu Fuß in die Schule gehen
könnten", beschreibt Mag. Michaela Seidl, Direktorin der Volksschule
Eisenstadt die Situation. "Und falls der Weg zur oder von der Schule
doch mit dem Pkw absolviert wird, ist es für die Sicherheit
unerlässlich, nur an dafür geeigneten und erlaubten Stellen zu halten
und das Kind lieber sicher ein kurzes Stück zu Fuß gehen lassen. Wo
sich die geeigneten und sicheren Halte- und Parkmöglichkeiten rund um
die Volksschule Eisenstadt befinden, wird in einem grafisch
aufbereiteten Umgebungsplan der Volksschule aufgezeigt", erklärt DI
Thomas Leitner, KFV-Landesstellenleiter Burgenland. Die
Umgebungspläne und die Broschüre "Sicher in die Schule" werden an die
Eltern vor Schulbeginn verteilt. Die Broschüre hält Spiele, Übungen
und wertvolle Tipps zum gemeinsamen Trainieren für Eltern und Kinder
parat.
Startschuss für neue Impulse
Der sichere Schulweg ist das Ziel der Aktion "Sicher in die
Schule", einer umfassenden Zusammenarbeit von AUVA und KFV mit
Schulen, Behörden und Exekutive. Maßgeschneiderte Verkehrskonzepte
liefern lösungsinteressierten Schulen eine konkrete Anleitung zur
Entschärfung der Situation. Der spezielle Aktionstag mit Experten aus
den Bereichen Verkehrspädagogik und Verkehrsplanung schafft
Sicherheitsbewusstsein bei Groß und Klein. Kinder können ihren
Schulweg Seite an Seite von Sicherheitsprofis trainieren. Am Boden
angebrachte Fußspuren zeigen den Schritt in die richtige Richtung.
Eltern lernen am Aktionstag die Problematik des regelwidrigen
Haltens und Parkens im Schulumfeld sowie sichere Varianten kennen.
Schule, Gemeinde und Exekutive erhalten wertvolle Impulse und Ideen
zur Realisierung der Wunschliste in Sachen Sicherheit. Sicher in die
Schule" - ein Projekt, das sicher vor jeder Schule im Land
durchgeführt und nachhaltig realisiert werden muss!", schließt Dr.
Resch.
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,24 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000 Selbständige sowie 1,41
Millionen Kindergarten- und Schulkinder, sowie Studierende. Die
Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich
und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten
120.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling
und Lorenz Böhler sowie 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren
Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche
Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention
ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von
Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten
für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung,
Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten.
Über das KFV:
Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ist seit über 50
Jahren der führende Ansprechpartner beim Thema Unfallverhütung in
Österreich. Egal, ob es um Sicherheit im Straßenverkehr, in der
Freizeit, beim Sport, im Haushalt oder wirksamen Schutz vor
Kriminalität geht: Die über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz,
Gefahrenquellen aufzudecken, zu bewerten und Lösungsvorschläge zu
formulieren, hilft dabei, unsere Lebenswelten um den entscheidenden
Schritt sicherer zu machen. www.kfv.at.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3641
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