FPÖ: Strache: Systemumstellung bei Pendlerpauschale längst überfällig

Einsatzbereitschaft und Mobilität dürfen nicht bestraft werden

Wien (OTS) - Grundsätzlich sei es begrüßenswert, wenn die ÖVP endlich begreife, dass für die Pendler, die immer stärkeren Belastungen ausgesetzt seien, etwas getan werden müsse, meinte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache, der daran erinnerte, dass die FPÖ schon seit langem eine Systemumstellung fordere, deren Notwendigkeit jetzt offenbar auch Spindelegger eingesehen habe.

Das Pendlerpauschale wird derzeit als Freibetrag von der Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage abgezogen. Das bedeutet, dass Menschen mit geringem Einkommen wenig bis gar keinen Nutzen aus dem Pendlerpauschale haben. Denn wer aufgrund seines geringen Einkommens überhaupt keine Lohnsteuer bezahlt (insbesondere Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte), hat im bestehenden System keine Möglichkeit, eine Steuerersparnis zu lukrieren.

Gerade vor dem Hintergrund der stetig steigenden Treibstoffpreise ist es laut Strache unbedingt erforderlich, dass alle beruflichen Pendlerinnen und Pendler - unabhängig von der Art ihres Dienstvertrags und ihrer Entlohnung und ausschließlich auf Basis der zurückzulegenden Wegstrecke zwischen Wohnort und Arbeitsstätte - eine gerechte Abgeltung für die anfallenden Kosten bekommen. Dadurch würde eine wesentliche Verbesserung für Menschen mit geringem Einkommen, die aufgrund ihres geringen finanziellen Spielraums durch die hohen Treibstoffpreise besonders belastet sind, erreicht.

Die ländliche Region dürfe zudem nicht ausbluten. "Wenn wir nicht wollen, dass die Pendler aus den strukturschwachen Regionen wegziehen, weil sie ihre Fahrkosten nicht mehr bezahlen können, müssen wir für diese Menschen etwas tun", so Strache.

Knapp 50 Prozent aller Erwerbstätigen geben an, täglich zu pendeln, jeder achte Erwerbstätige arbeitet sogar außerhalb seines Wohnbundeslands. Täten sie es nicht, riskierten sie ihren Arbeitsplatz. Das AMS verlangt, dass Jobsuchende bis zu zwei Stunden tägliche Wegzeit für den Hin- und Rückweg in Kauf nehmen. "Für uns ist klar: Einsatzbereitschaft und Mobilität dürfen nicht bestraft werden", so Strache.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001