• 14.11.2012, 14:56:07
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Thomas Kralinger ist neuer VÖZ-Präsident

Der Vorstand des Verbandes Österreichischer Zeitungen hat heute Thomas Kralinger als neuen Verbandspräsidenten gewählt - Er folgt auf Hans Gasser

Utl.: Der Vorstand des Verbandes Österreichischer Zeitungen hat
heute Thomas Kralinger als neuen Verbandspräsidenten gewählt -
Er folgt auf Hans Gasser=

Wien (OTS) - In der heutigen Sitzung haben die Vorstandsmitglieder
des Verbandes Österreichischer Zeitungen Mag. Thomas Kralinger als
neuen Präsidenten einstimmig gewählt. Der "Kurier"-und
"Mediaprint"-Geschäftsführer folgt damit auf Hans Gasser, der nach
seinem Ausscheiden aus dem "WirtschaftsBlatt" auch seine Funktion im
Verlegerverband mit dem heutigen Tag zurücklegt. Darüber hinaus
wurden Dr. Wolfgang Bretschko, Vorstand der Styria Media Group AG,
und Dr. Rainer Eder, Eigentümervertreter der Österreichischen
BauernZeitung, ins Präsidium gewählt.

Kralinger bedankte sich nach der Wahl für das ihm entgegen
gebrachte Vertrauen des Vorstandes und plädiert in einer ersten
Stellungnahme für ein neues Selbstbewusstsein der Branche. "Zeitungen
und Magazine waren bereits in wirtschaftlich ruhigerem Fahrwasser
unterwegs. Die unsichere gesamtwirtschaftliche Lage hat auch
Auswirkungen auf die Werbeerlöse und vor allem international gesehen
verstärkt sich der Eindruck, dass Printmedien in der Krise stecken.
Doch Weltuntergangsprophezeiungen sind für Österreichs Zeitungen und
Magazine meines Erachtens verfehlt. Denn noch immer erreichen die
VÖZ-Mitgliedsmedien knapp 90 Prozent der Gesamtbevölkerung und zu
Recht wird weiterhin jeder zweite Werbe-Euro in Print investiert.
Aber es ist eine Realität, dass sich die Rahmenbedingungen verändern.
Österreichs Zeitungen und Magazine zeigen sich innovativ, setzen auf
Relaunches und überarbeiten ihre digitalen Strategien, um den neuen
Lesergewohnheiten zu entsprechen. Unsere Verlagshäuser werden in den
nächsten Jahren noch stärker auf digitale Kanäle setzen müssen, um
Inhalte und Produkte an die Leser zu bringen. Auch müssen alle
Kostenpunkte weiterhin kritisch hinterfragt werden. Und auch die
Politik ist gefordert: Wollen wir in Österreich weiterhin die
redaktionelle Qualität in ihrer Vielfalt erhalten, muss die
Presseförderung substantiell ausgebaut und auch das Urheberrecht
inklusive eines Leistungsschutzrechtes für Presseverlage modernisiert
werden. Denn dass es in Österreich keine tragfähigen Erlösmodelle für
Qualitätsjournalismus im Web gibt, liegt auch an den
Rahmenbedingungen, die von der Politik gemacht werden."

Bei der geplanten ORF-Haushaltsabgabe zeigt sich der neu gewählte
VÖZ-Präsident kompromissbereit: "So gut wie jeder Haushalt zahlt
hierzulande eine GIS-Gebühr, daher ist die Haushaltsabgabe ohnehin de
facto Realität." Jedoch dürfe der ORF nicht alleiniger Nutznießer
dieser Abgabe sein, auch privaten Medienanbietern müsste sie zu Gute
kommen. "Damit schaffen wir einen Qualitätswettbewerb um
Gebührenmittel, da öffentlich-rechtlicher Content ja nicht alleine
vom ORF gestaltet wird. Letztlich profitiert der Konsument von mehr
Unabhängigkeit, Meinungsvielfalt und einem besseren Programm durch
mehr Wettbewerb am Medienmarkt."

Kralinger dankte seinem Vorgänger Gasser und hob vor allem dessen
Verdienste zur Förderung der redaktionellen Qualität hervor:
"Kaufzeitungen und -magazine können sich nur durch redaktionelle
Qualität und Unabhängigkeit von Gratisblättern und
Nachrichtenangeboten anderer Mediengattungen abgrenzen. Darüber
hinaus schaffen sie mit dieser Qualität auch einen
demokratiepolitischen Mehrwert. Diese Systemrelevanz unserer
Mitgliedsmedien hat Hans Gasser immer betont. Dieses Bekenntnis werde
ich weiter führen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VOZ

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