- 13.11.2012, 13:15:07
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Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!" begrüßt Schulklasse in Traiskirchen
Länder müssen kindgerechte Betreuung und Unterkünfte für Flüchtlingskinder sicherstellen
Utl.: Länder müssen kindgerechte Betreuung und Unterkünfte für
Flüchtlingskinder sicherstellen=
Wien (OTS) - Gestern war der erste Schultag in der Erstaufnahmestelle
Traiskirchen. "Die schulische Betreuung der Flüchtlingskinder in der
Erstaufnahmestelle Ost ist ein guter und wichtiger Schritt", sind
Heinz Patzelt, Michael Landau, Michael Chalupka, Christian Moser als
Vertreter der Initiative "Gegen Unrecht - Kinder gehören nicht ins
Gefängnis!" von Amnesty International Österreich, Caritas, Diakonie
und SOS-Kinderdorf überzeugt. Das Recht auf Bildung gilt auch für
Flüchtlingskinder. Daher muss der Schulbesuch für alle Kinder und
Jugendlichen sichergestellt sein - egal welchen Pass sie oder ihre
Eltern haben.
Die Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!"
fordert erneut einen verantwortlichen und respektvollen Umgang mit
Menschen auf der Flucht. "Kinder und Jugendliche gehören nicht in ein
Großlager wie Traiskirchen" so die Vertreter der Hilfs- und
Menschenrechtsorganisationen. Die verantwortlichen PolitikerInnen,
vor allem der säumigen sieben Bundesländer, müssen ihr Versprechen,
das sie im Rahmen der 15-a Vereinbarung gegeben haben, einhalten. "Es
geht um eine überschaubare Gruppe von insgesamt rund 1.000
schutzsuchenden Frauen, Männern und Kindern, die aus Traiskirchen in
angemessene Quartiere in die Bundesländer übersiedeln sollen. Hier
muss es jetzt endlich eine Lösung geben, die nur eine Frage des
politischen Wollens, nicht des Könnens ist!" appellieren die
VertreterInnen der Initiative Gegen-Unrecht an die verantwortlichen
Landeshauptleute, "Wir wünschen uns, dass Kinderrechte endlich für
alle Kinder in Österreich gelten." Gerade wenn es um
Kinderflüchtlinge geht, wird es zu wenig sein, lediglich ein Dach
über dem Kopf zu schaffen. Man sei erleichtert, dass es Konsens gibt,
dass Zeltstädte nicht der humanitären Tradition Österreichs
entsprechen. Container, die zum Beispiel vorübergehend im Schul- oder
Krankenhausbereich zum Einsatz kommen, können durchaus als
Übergangslösung dienen. Entscheidend ist die Qualität der Betreuung
und Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Es geht hier auch u.a. um
einen geregelten Tagesablauf, die Möglichkeit Deutsch zu lernen oder
eine Schule zu besuchen. Die Hilfsorganisationen sind wie schon
bisher bereit, hier an menschlichen Lösungen aktiv mitzuwirken.
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