Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!" begrüßt Schulklasse in Traiskirchen

Länder müssen kindgerechte Betreuung und Unterkünfte für Flüchtlingskinder sicherstellen

Wien (OTS) - Gestern war der erste Schultag in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen. "Die schulische Betreuung der Flüchtlingskinder in der Erstaufnahmestelle Ost ist ein guter und wichtiger Schritt", sind Heinz Patzelt, Michael Landau, Michael Chalupka, Christian Moser als Vertreter der Initiative "Gegen Unrecht - Kinder gehören nicht ins Gefängnis!" von Amnesty International Österreich, Caritas, Diakonie und SOS-Kinderdorf überzeugt. Das Recht auf Bildung gilt auch für Flüchtlingskinder. Daher muss der Schulbesuch für alle Kinder und Jugendlichen sichergestellt sein - egal welchen Pass sie oder ihre Eltern haben.

Die Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!" fordert erneut einen verantwortlichen und respektvollen Umgang mit Menschen auf der Flucht. "Kinder und Jugendliche gehören nicht in ein Großlager wie Traiskirchen" so die Vertreter der Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen. Die verantwortlichen PolitikerInnen, vor allem der säumigen sieben Bundesländer, müssen ihr Versprechen, das sie im Rahmen der 15-a Vereinbarung gegeben haben, einhalten. "Es geht um eine überschaubare Gruppe von insgesamt rund 1.000 schutzsuchenden Frauen, Männern und Kindern, die aus Traiskirchen in angemessene Quartiere in die Bundesländer übersiedeln sollen. Hier muss es jetzt endlich eine Lösung geben, die nur eine Frage des politischen Wollens, nicht des Könnens ist!" appellieren die VertreterInnen der Initiative Gegen-Unrecht an die verantwortlichen Landeshauptleute, "Wir wünschen uns, dass Kinderrechte endlich für alle Kinder in Österreich gelten." Gerade wenn es um Kinderflüchtlinge geht, wird es zu wenig sein, lediglich ein Dach über dem Kopf zu schaffen. Man sei erleichtert, dass es Konsens gibt, dass Zeltstädte nicht der humanitären Tradition Österreichs entsprechen. Container, die zum Beispiel vorübergehend im Schul- oder Krankenhausbereich zum Einsatz kommen, können durchaus als Übergangslösung dienen. Entscheidend ist die Qualität der Betreuung und Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Es geht hier auch u.a. um einen geregelten Tagesablauf, die Möglichkeit Deutsch zu lernen oder eine Schule zu besuchen. Die Hilfsorganisationen sind wie schon bisher bereit, hier an menschlichen Lösungen aktiv mitzuwirken.

Rückfragen & Kontakt:

Klaus Schwertner, Caritas Erzdiözese Wien,
Tel.: 0664/8482618, klaus.schwertner@caritas-wien.at

Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich,
Tel.: 0664 / 314 93 95, roberta.rastl@diakonie.at

Christine Newald, Amnesty International Österreich
Tel.: 0676/734 73 00, mailto: christine.newald@amnesty.at

Viktor Trager, SOS-Kinderdorf Österreich,
Tel.: 0676/88144201, viktor.trager@sos-kd.org

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