- 09.11.2012, 12:00:07
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JUGENDVERTRETUNG zu Budgetausschuss: Jugendbereich leidet unter fehlenden Inflationsanpassungen!
Die BJV fordert, dass der Wertverlust im Jugendbereich bei der Regierungsklausur behandelt wird.
Utl.: Die BJV fordert, dass der Wertverlust im Jugendbereich bei der
Regierungsklausur behandelt wird.=
Wien (OTS) - Zur heutigen Debatte im Budgetausschuss zeigt die
Bundesjugendvertretung (BJV) auf, dass es derzeit zwar keine
expliziten Kürzungen im Jugendbereich gibt, sich aber die
ausbleibenden Inflationsanpassungen der letzten Jahre auf viele
Bereiche auswirken: "Wir sehen es positiv, dass sich Bundesminister
Reinhold Mitterlehner dafür eingesetzt hat, dass es im Jugend- und
Familienbereich zumindest zu keinen Kürzungen kommt. Da es aber in
unterschiedlichen Jugendbereichen in den vergangenen Jahren keine
Anpassung an die Inflation gegeben hat, kam es hier dennoch zu einem
stetigen Wertverlust, der bereits stark spürbar ist", erklärt
BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Diese fehlenden Anpassungen betreffen ganz unterschiedliche Ressorts,
so die Vorsitzende weiter: "Das fängt bei der Familienbeihilfe an,
die seit 2001 jährlich real um knappe 500 Euro pro Jahr gesunken ist.
Weiters betroffen sind Studienbeihilfe, Lehrlingsentschädigungen
sowie Tagsätze in der Grundversorgung von AsylwerberInnen. Hier gibt
es neben der unzureichenden Betreuungssituation bei minderjährigen
Flüchtlingen vor allem massive finanzielle Unsicherheiten bei ihrer
Unterbringung."
Ganz klar betroffen sind die Förderungen für Kinder- und
Jugendorganisationen, festgeschrieben im
Bundes-Jugendförderungsgesetz 2000: "Seit Beschluss des
Bundes-Jugendförderungsgesetzes haben Kinder- und
Jugendorganisationen einen Wertverlust von 25% bei den
Basisförderungen hinnehmen müssen, das sind durchschnittlich knapp
20.000 Euro pro Organisation. Und das, obwohl Kinder- und
Jugendorganisationen Tag für Tag wertvolle Arbeit für Kinder und
Jugendliche leisten, von non-formaler Bildung bis zu
Betreuungsleistungen - dies großenteils kostenlos. Der Wertverlust
bei den Jugendförderungen stellt ihre Arbeit aber vor große
Herausforderungen", zeigt Johanna Zauner auf.
Die BJV plädiert daher dafür, dass Jugendminister Reinhold
Mitterlehner dieses Thema bei der Regierungsklausur einbringt, um
noch in dieser Legislaturperiode eine Lösung zu erzielen. Gemeinsam
mit der ÖH hat die BJV bereits die Einrichtung eines runden Tisches
unter Einbindung von RegierungsvertreterInnen und der betroffenen
Organisationen eingefordert.
"Kinder und Jugendliche müssen der Gesellschaft etwas wert sein.
Leider hat es in vielen Bereichen, die Jugendliche betreffen,
schleichende und versteckte Kürzungen gegeben, die sich massiv
auswirken. Wir hoffen, dass dieses Thema jetzt endlich von der
Regierung angegangen wird und es künftig auch im Jugendbereich
laufende Inflationsanpassungen gibt", betont Zauner.
"In anderen Bereichen hat man gesehen, dass eine automatische
Inflationsanpassung sehr wohl möglich ist", verweist die Vorsitzende
abschließend auf die kürzlich beschlossenen Änderungen bei der
Parteienförderung.
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