• 09.11.2012, 10:17:04
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Umdenken im Behindertenbereich: Selbstbestimmungsrechte weiter ausbauen mit "Persönlicher Zukunftsplanung"

Tagung in Linz zeigt, wie Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Zukunft selbst gestalten können

Utl.: Tagung in Linz zeigt, wie Menschen mit Beeinträchtigungen ihre
Zukunft selbst gestalten können=

Wien (OTS) - Zu einer Reise der Veränderung ruft die Lebenshilfe
Österreich gemeinsam mit dem Zentrum für Kompetenzen bei ihrem
heutigen Pressegespräch auf. Anlass ist die Tagung mit dem Titel
"Persönliche Zukunftsplanung - Lust auf Veränderung", die sich am 9.
und 10. November im Ursulinenhof in Linz mit einem vielfältigen,
spannenden und bunten Programm präsentiert.

Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Josef
Ackerl, der die Tagung eröffnet, erklärt: "Mir war es immer wichtig,
dass in der Behindertenpolitik Strukturen geschaffen werden, die es
Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht, selbstbestimmter ihr
Leben zu gestalten. Wir haben in Oberösterreich neben der
personenorientierten Hilfebedarfsplanung auch Strukturen geschaffen,
die es Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht, aktiv in der
Behindertenpolitik mitzureden und zu gestalten."

"Die Behindertenhilfe in Oberösterreich, in Österreich und in
Europa ist im Umbruch. UN-Konvention, Paradigmenwechsel und
Selbstbestimmung sind Schlagwörter, die uns auf dem Weg des Umbruchs
begleiten. Neues Denken ist gefragt, die Veränderung beginnt", legt
Organisator Andreas Oechsner vom Zentrum für Kompetenzen das Motto
für die Veranstaltung fest, zu der sich an die 200 reisefreudige
Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet haben.

Albert Brandstätter, Generalsekretär der Lebenshilfe Österreich,
zum Veränderungsprozess: "Das Umdenken hat in den Einrichtung der
Behindertenorganisationen längst begonnen. Die Konzepte liegen vor,
die Umsetzung lässt an vielen Orten noch auf sich warten. Daher sind
Veranstaltungen wie diese so wichtig. Hier wird gezeigt, was
Personenzentriertes Denken auslöst. Nämlich, dass behinderte Menschen
als Kundinnen und Kunden wahrgenommen werden und sich ihre
Selbstentfaltungsräume erweitern."

Persönliche Zukunftsplanung ist eine Methode, um positive und
nachhaltige Veränderungsprozesse zu erreichen. Mit Hilfe von
professioneller Begleitung und Moderation wird Schritt für Schritt
der Handlungsspielraum des betroffenen Menschen erweitert und sein
Selbstbewusstsein gestärkt. "Ohne die Persönliche Zukunftsplanung,
und Menschen, die an mich geglaubt und voll unterstützt haben, hätte
ich nie gelernt, an mich und meine Fähigkeiten zu glauben und meinen
Weg zu gehen", so Karin Weiner, die mit Hilfe der Persönlichen
Zukunftsplanung ihren beruflichen Weg gefunden hat.

Im Rahmen der Tagung wird das deutschsprachige Netzwerk zur
Persönlichen Zukunftsplanung gegründet, das gemeinsam mit der
Lebenshilfe Österreich und anderen Bildungsträgern im Jahr 2013
Lehrgänge zur Ausbildung als ModeratorIn in Persönlicher
Zukunftsplanung sowie zum "Personenzentrierten Arbeiten in
Organisationen" in Innsbruck, Salzburg, Wien und Graz anbieten wird.
Lehrgangsleiter Oliver König dazu: "Hier werden Methoden
unterrichtet, die die Praktiken einer Organisation an die Bedürfnisse
der Nutzerinnen und Nutzer ausrichtet, und das durchaus auch auf
unkonventionelle Art und Weise." Anmeldungen werden schon jetzt unter
www.lebenshilfe.at entgegengenommen.

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