• 06.11.2012, 13:38:58
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LH Dörfler: Eigenes Bürgerbüro für Hochwasseropfer in Lavamünd eingerichtet

Sicherstellen von warmen Wohnungen ist momentan Hauptaufgabe - Bund muss neue Wehrverordnung rasch umsetzen

Utl.: Sicherstellen von warmen Wohnungen ist momentan Hauptaufgabe -
Bund muss neue Wehrverordnung rasch umsetzen=

Klagenfurt (OTS/LPD) - Rasche Hilfe für die von der gestrigen
Unwetterkatastrophe betroffene Bevölkerung in mehreren Kärntner
Gemeinden kündigte heute, Dienstag, Katastrophenschutzreferent
Landeshauptmann Gerhard Dörfler nach der Regierungssitzung an. Im
Gemeindeamt des von einem Jahrhunderthochwasser heimgesuchten
Lavamünd wurde ein eigenes Bürgerbüro eingerichtet. Hier kann die
Bevölkerung auch noch in den Abendstunden Informationen über
Hilfsmaßnahmen, wie etwa aus dem Kärntner Nothilfswerk, einholen.

Das Regierungskollegium hat zudem eine Resolution an die
Bundesregierung und Umweltminister Nikolaus Berlakovich
verabschiedet, in der es um Unterstützungsleistungen aus dem
Katastrophenfonds ersucht. Dörfler fordert den Bund außerdem dazu
auf, die schon länger beantragte neue Wehrverordnung rasch
umzusetzen. Die Katastrophe in Lavamünd werde nun sehr detailliert
untersucht und aufgearbeitet. "Ich mache keine Vorverurteilungen,
aber sollte bei den Kraftwerksbetreibern eine Verantwortung liegen,
sind sie auch zur Schadenswiedergutmachung verpflichtet", betonte der
Landeshauptmann.

Dörfler war gestern in Lavamünd, wo er mit vielen Betroffenen und
den Einsatzkräften sprechen konnte. Auch heute fuhr er direkt nach
der Regierungssitzung wieder in die Marktgemeinde, um sich über die
notwendigen Aufräumarbeiten ein genaues Bild zu machen. "Es war sehr
bedrückend zu sehen, wie Menschen von der Arbeit heimkamen und ihre
Häuser nicht betreten konnten. Viele Wohnungen und Häuser können
durch beschädigte und zerstörte Heizungsanlagen nicht mehr beheizt
werden", berichtete er. Beeindruckt zeigte sich der Landeshauptmann
von der Gelassenheit der Menschen, die nicht in Panik verfallen
seien. "Ihnen haben vor allem auch die Einsatzorganisationen
Sicherheit gegeben. Ich danke den Kräften von Feuerwehr, Polizei,
Rotem Kreuz, Straßenmeistereien und Behörden."

Als Herausforderung nannte Dörfler die Beseitigung der Austritte
von Alt- und Heizöl. "Unsere Hauptaufgabe ist es, für warme Wohnungen
und Häuser zu sorgen", gab er vor. Die Heizungsanlagen seien rasch
instand zu setzen bzw. sei für alternative Heizmöglichkeiten zu
sorgen.

Nach aktuellen Informationen des Einsatzstabes wird ab dem frühen
Nachmittag der KAT-Zug der Feuerwehr mit 60 Mann im Einsatz sein,
sodass insgesamt 130 Feuerwehrleute für die Aufräumungsarbeiten in
Lavamünd zur Verfügung stehen. Im Ortsteil Drauspitz sind nun wieder
sämtliche Wohnungen mit Strom versorgt und mit Ausnahme einiger
Erdgeschoßwohnungen, für deren Bewohner Ersatzunterkünfte zur
Verfügung stehen, beziehbar. Nach der Abklärung mit dem
Landeschemiker, wo Öl-Entsorgungsmaßnahmen notwendig sind, kann die
Feuerwehr auch die überfluteten Keller abpumpen. Nach vorläufigen
Schätzungen ist mit einem Schaden von mindestens drei Millionen Euro
an Gebäuden und Inventar zu rechnen, hinzukommen noch die
beträchtlichen Schäden an der Infrastruktur.
(Schluss)

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