• 05.11.2012, 12:55:43
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LH Dörfler und LR Dobernig: Kärntner Teuerungsausgleich wird um 30 Euro erhöht

Wichtige und direkte Unterstützung für die Menschen - Kärnten spart jährlich über eine Mio. Euro bei Politikergehältern

Utl.: Wichtige und direkte Unterstützung für die Menschen - Kärnten
spart jährlich über eine Mio. Euro bei Politikergehältern=

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der Kärntner Teuerungsausgleich wird heuer
bereits zum sechsten Mal ausgezahlt und dabei um einen
"Inflationsanteil" von bisher 100 auf 130 Euro erhöht. Für Familien
mit drei oder mehr minderjährigen Kindern gibt es statt 150 nunmehr
180 Euro. Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie Konsumentenschutz-
und Finanzlandesrat Harald Dobernig betonten heute, Montag, in einer
Pressekonferenz, dass der Teuerungsausgleich wichtig und notwendig
sei. Man unterstütze damit Menschen, die dieses Geld dringend
brauchen. Dobernig sagte, dass für den Teuerungsausgleich 2012/13
insgesamt drei Mio. Euro zur Verfügung stehen, durch die Erhöhung des
Auszahlungsbetrages entstehe ein Mehrbedarf von 700.000 Euro.

Der Landeshauptmann hob hervor, dass die Teuerung für die Menschen
massiv spürbar sei. Heizöl sei beispielsweise um zwölf Prozent teurer
geworden, Fernwärme um 9,8 Prozent, Treibstoff um 16 Prozent und
Nahrungsmittel um 3,8 Prozent. Zudem würden die Sparbuchzinsen und
die 1,8prozentige Pensionserhöhung unter der Inflationsrate liegen.
Im Vorjahr gab es laut Dörfler 20.768 Anspruchsberechtigte. 13.520
von ihnen hätten sich den Teuerungsausgleich in bar abgeholt. Er
betonte, dass jeder eine Überweisung auf das Konto beantragen könne.
Viele würden das jedoch nicht machen, weil das Geld so nur ihr Minus
am Konto verringern, aber nicht bei ihnen landen würde. Ihre
persönliche Anwesenheit bei den Auszahlungsaktionen erklärten Dörfler
und Dobernig damit, dass sie den Kontakt zu den hilfesuchenden
Bürgerinnen und Bürgern suchen. "Für die Politik sollte es
Alltagsaufgabe sein, für die Menschen da zu sein und ihnen zuzuhören.
In Kärnten sind wir sehr nahe am Menschen", sagte der
Landeshauptmann.

Dörfler und Dobernig gingen in diesem Zusammenhang auf die
aktuelle Diskussion um eine Erhöhung der Politikerbezüge ein. "Dazu
sage ich klar nein in Zeiten wie diesen", stellte der Landeshauptmann
fest. Laut dem Finanzlandesrat spare Kärnten über eine Mio. Euro pro
Jahr bei den Gehältern der Regierungsmitglieder und
Landtagsabgeordneten - Geld, das im Rahmen des Teuerungsausgleichs
der Kärntner Bevölkerung zu Gute komme.

Dobernig verwies auf die "Generali-Zukunftsstudie", laut der 67
Prozent der Österreicher Angst vor einem Anstieg der
Lebenserhaltungskosten haben. Dies sei Zukunftsangst Nummer eins und
habe sogar die Sorge vor einer schweren Krankheit überholt. So habe
man sich zu einer Erhöhung des Teuerungsausgleiches entschlossen, die
sich u.a. aus der Teuerung des so genannten Mini-Warenkorbes
berechne. Der Mini-Warenkorb beinhaltet den wöchentlichen Einkauf und
die wöchentliche Tankfüllung und ist allein 2011 um 6,7 Prozent
teurer geworden. Dies sei für viele Menschen mit geringen Einkommen
ohne die Unterstützung durch den Teuerungsausgleich nicht
verkraftbar.

Wie Dörfler und Dobernig erklärten, sind die Bezieher des
Teuerungsausgleiches im Durchschnitt 62 Jahre alt, drei Viertel von
ihnen sind weiblich. Anspruchsberechtigt sind alle Kärntnerinnen und
Kärntner, die ihren Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in
Kärnten haben und zumindest eine dieser Voraussetzungen erfüllen:
Pensionisten mit Ausgleichszulage; Bezieher der allgemeinen
Wohnbeihilfe; Mütter, die das 60. Lebensjahr vollendet und mindestens
ein Kind großgezogen haben, nicht pensionsversorgt sind und die das
Kärntner Müttergeld (Mütterpension des Sozialmarktes) bekommen;
Familien, die den Kärntner Familienzuschuss erhalten.

Start der Auszahlungen ist am Samstag, 24.11.12, im
Verwaltungszentrum in Klagenfurt (9 - 15 Uhr). Weitere Termine in den
Bezirken sind Montag, 26.11., in der BH Villach (10 - 15 Uhr),
Dienstag, 27.11., in der BH Feldkirchen (10 - 15 Uhr), Montag, 3.12.,
in der BH Völkermarkt (10 - 15 Uhr), Freitag, 7.12., in der BH
Hermagor (10 - 15 Uhr), Dienstag, 11.12, in der BH Spittal (10 - 15
Uhr), Freitag, 14.12., in der BH St. Veit an der Glan (10 - 15 Uhr),
Montag, 17.12., im KUSS Wolfsberg (10 - 15 Uhr). Barauszahlungen sind
zudem in den Bürgerbüros in Klagenfurt und Villach von 26.11.2012 bis
28.2.2013 möglich. Anträge zur Post-/Banküberweisung können bis zum
15.3.2013 eingebracht werden.
(Schluss)

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