- 05.11.2012, 11:43:11
- /
- OTS0115 OTW0115
Zahl der Drogendelikte sinkt in Kärnten
LHStv. Kaiser: "Kärnten kann mehr! Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Suchterkrankungen weiter verstärken!"
Utl.: LHStv. Kaiser: "Kärnten kann mehr! Maßnahmen zum Schutz der
Bevölkerung vor Suchterkrankungen weiter verstärken!"=
Klagenfurt (OTS/LPD) - Als einziges Bundesland verzeichnet Kärnten
einen deutlichen Rückgang bei Drogendelikten. Demnach gibt es in
Kärnten 2011 im Vergleich zu 2010 ein Minus von 5,2 Prozent auf
insgesamt 1.466 Fälle. Das geht aus dem aktuell vom Innenministerium
veröffentlichten Drogenbericht hervor. Für Kärntens
Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser ist das ein Beleg für die
wirkungsvolle Aufklärungs- und Präventionsarbeit.
"Trotzdem ist jeder Suchtkranke und jeder Drogentote einer zu
viel", so Kaiser, der den Kampf gegen Suchterkrankungen weiter
verstärken und Aufklärung sowie Prävention weiter ausbauen will.
Kaiser verweist auf die kürzlich stattgefundene Sitzung des Kärntner
Suchtbeirates, in der die Themen "Jugend und Sucht", "Kooperation
zwischen Suchthilfe und Jugendwohlfahrt" sowie der Mangel an
stationären Behandlungsplätzen für Suchtkranke in unserem Bundesland
auf der Agenda standen.
"Wir brauchen noch mehr Information und Bewusstseinsbildung,
innovative Patenschaftsmodelle, frühzeitige Prävention für gefährdete
Zielgruppen und eine bessere Reintegration Suchtkranker in den
Arbeitsmarkt", gibt Kaiser die Marschrichtung vor. Zudem betont der
Gesundheitsreferent die Wichtigkeit des Ausbaues der kinder- und
jugendpsychiatrischen Versorgungsstrukturen sowie die Vernetzung und
Kooperation der Jugendpsychiatrie mit der Suchtprävention und
Einrichtungen der Jugendwohlfahrt.
Aktuell würden in Kärnten rund 10.000 Kinder und Jugendliche in
suchtbelasteten Familien leben. Vor diesem Hintergrund sei laut
Kaiser die Planung, Entwicklung und Umsetzung von
Betreuungsprogrammen sowie Therapieangeboten für suchtgefährdete und
suchtkranke Jugendliche und deren Familien zentraler Bestandteil der
Kärntner Suchtpräventionsstrategie 2012 bis 2016.
Kaiser weist in dem Zusammenhang auf den Mangel an stationären
Behandlungsplätzen für Suchtkranke und im so genannten
Postakutbereich hin. Konkret gebe es zu wenige Plätze an den
psychiatrischen Abteilungen. Außerdem sei die im Regionalen
Strukturplan Gesundheit vorgesehene Drogenstation mit zehn Betten zur
Krisenbehandlung und Entgiftung im Klinikum Klagenfurt endlich zu
realisieren, fordert Kaiser die KABEG auf, diesbezüglich tätig zu
werden. Kaiser kündigt entsprechende Landtagsinitiativen und die
neuerliche Thematisierung in einer der nächsten
KABEG-Aufsichtsratssitzungen an.
(Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






