- 05.11.2012, 11:13:55
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Gnadenhof Hendlberg: Blockade gegen zerstörerischen Straßenbau fortgesetzt
Trotz starken Regens blockierten ANIMAL SPIRIT-AktivistInnen Zufahrt zum Gnadenhof, STRABAG noch abwesend
Utl.: Trotz starken Regens blockierten ANIMAL SPIRIT-AktivistInnen
Zufahrt zum Gnadenhof, STRABAG noch abwesend=
Laaben (OTS) - Bei der heutigen, neuerlichen Blockade der
Zufahrtsstraße zum Gnadenhof Hendlberg, Laaben (NÖ) mit
Absperr-Ketten, 3 Traktoren, 3 PKWs, 7 AktivistInnen und
Transparenten ("Wir lassen uns den Gnadenhof nicht zubetonieren"
u.a.) blieb es wieder relativ ruhig. Lediglich ein Polizeiauto und
ein Gemeindefahrzeug tauchten kurz auf, die beauftragte Baufirma
STRABAG ließ sich jedoch nicht blicken. Wie berichtet
(www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121101_OTS0038) hatte die STRABAG
ja angekündigt, diese Woche mit den Baggerarbeiten zum Bau der
umstrittenen Privatstraße zu einer seit 50 Jahren unbewohnten
Hausruine quer durch den Gnadenhof zu beginnen, wofür etliche
Tierbehausungen für insgesamt 50 gerettete Tiere, der Mistlagerplatz,
2 Weiden samt Zäunen sowie die Hofeinfahrt zerstört werden müßten.
Gegen die entsprechenden Abbruch-Bescheide der Gemeinde
(www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121025_OTS0061) hat der
Tierschutzverein ANIMAL SPIRIT inzwischen fristgerecht berufen.
Dazu ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank: "Trotz
Starkregens haben sich heute früh immerhin 7 AktivistInnen
eingefunden, um mit uns gemeinsam gegen diesen Wahnsinns-Bau zu
demonstrieren. Offenbar hat unsere angemeldete Blockade die Baufirma
wieder davon abgeschreckt, mit den für diese Woche angekündigten
Baggerarbeiten in diesem sensiblen Gelände zu beginnen. Es kann aber
auch sein, daß sie erst morgen oder übermorgen beginnen wollen, wenn
der Regen aufgehört hat. Wir werden daher auch in den kommenden Tagen
unsere Blockade fortsetzen, an der niemand ohne Einsatz von
Staatsgewalt vorbeikommt! Und dann schauen wir uns an, ob dieses
Wahnsinnsprojekt nicht nur mit unseren Steuergeldern subventioniert
wird, sondern auch noch Steuergelder dafür verschleudert werden, um
einer alten Frau aus Wien mit Polizeigewalt dabei zu helfen, eine 50
Jahre unbewohnte Hausruine aufzuwerten, die sie seinerzeit geschenkt
bekommen hat. Und das unter massiver Teil-Zerstörung eines
vorbildlich geführten Gnadenhofes mit ca. 200 geretteten Tieren,
welcher bislang noch nicht einen einzigen Cent an öffentlichen
Mitteln erhalten hat."
Dr. Plank abschließend: "Immerhin stehen ja im nächsten Frühjahr
in Niederösterreich Landtagswahlen an und dann wird man sehen, ob
sich Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) noch immer so "unzuständig"
fühlt wie bisher. Immerhin gingen ja zwei - bislang unbeantwortete -
Anfragen von Grünen-Chefin Madeleine Petrovic an die Landesregierung
und auch die Volksanwaltschaft ist bereits mit dem Fall befaßt, indem
sie eine - bislang ebenfalls unbeantwortete - Anfrage an
Bürgermeister Helmut Lintner (ÖVP) geschickt hat. Zudem haben wir
eine Online-Petition an den Bürgermeister auf www.animal-spirit.at
eingerichtet, bei der bislang mehr als 2500 Menschen unterschrieben
haben. Wenn weiterhin niemand von offizieller Seite dazu bereit ist,
mit uns zumindest über eine - bereits in der Gemeinde aufliegende -
alternative Trassenführung zu reden, werden wir die Blockade notfalls
bis in den Winter aufrecht erhalten!"
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