• 03.11.2012, 13:10:48
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ÖBB: Großübungen zur Sicherheit in neuen Eisenbahntunnels erfolgreich abgeschlossen

Mehr als 30 Einsatzübungen im Zuge der Inbetriebsetzung der neuen Hochleistungsstrecke Wien-Meidling - St. Pölten absolviert

Utl.: Mehr als 30 Einsatzübungen im Zuge der Inbetriebsetzung der
neuen Hochleistungsstrecke Wien-Meidling - St. Pölten
absolviert=

Wien (OTS) - Die ÖBB legen großen Wert auf Sicherheit - während des
Baus genauso wie im Betrieb wird eng mit den Einsatzkräften
zusammengearbeitet, um bei einem Notfall effiziente Hilfe leisten zu
können.

Im Zuge der Inbetriebsetzung der 60 km langen Hochleistungsstrecke
Wien-Meidling - St. Pölten im Dezember 2012 fanden mehr als 30
Einsatzübungen, davon 4 Großübungen ("Herkules", "Taurus", "Barbara"
und "Florian") mit Blaulichtorganisationen statt.

"Mit der Großübung "Florian" wurden die Einsatzübungen für den
Ernstfall in den Neubautunnels sehr erfolgreich und ohne
Zwischenfälle abgeschlossen", so der Vorstandssprecher der
ÖBB-Infrastruktur AG, Andreas Matthä. "Trotz der geringen
Unfallwahrscheinlichkeit in einem Eisenbahntunnel ist es wichtig,
angemessene Sicherheitsstandards zu gewährleisten, die den Ablauf
eines Notfalls im Tunnel miteinbeziehen", betont Matthä.

"Die Übungsserie hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die
Einsatzorganisationen sowohl untereinander als auch über
Landesgrenzen hinweg vorbildlich zusammenarbeiten", so Gerald
Hillinger, Branddirektor von Wien und Josef Buchta,
Landesfeuerwehrkommandant Niederösterreich, unisono.

Für den Landesrettungskommandant Werner Kraut vom Roten Kreuz
Niederösterreich ist es "wichtig, an groß angelegten Übungen wie
diesen teilzunehmen, da es hier sehr auf das Zusammenspiel der
unterschiedlichen Einsatzkräfte ankommt, damit im Ernstfall dann eine
reibungslose und schnelle Abwicklung möglich ist."

"Gerade in grenznahen Einsatzgebieten mit dem Bundesland
Niederösterreich ist es von enormer Wichtigkeit im Sinne einer
integrierten Einsatzleitung im Bereich des Rettungsdienstes
gemeinsame Übungen durchzuführen. Im Zuge dieser Einsatzübung wurde
wieder einmal bestätigt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Wiener
Berufsrettung und den niederösterreichischen Rettungsorganisationen
optimal funktioniert", so der Wiener Rettungsdienstleiter Jochen
Haidvogel.

"Florian" - Letzte Großübung im Wienerwaldtunnel

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften probte bei der Übung "Florian" den
Ernstfall - den Zusammenstoß und die Entgleisung zweier Züge im
Wienerwaldtunnel. Der Wienerwaldtunnel ist einer von insgesamt acht
Tunnels der neuen Hochleistungsstrecke Wien-Meidling - St. Pölten.
Übungsziele von "Florian" waren eine rasche Alarmierung, eine
schnelle Einrichtung der Einsatzleitung und eine effektive
Zusammenarbeit der ÖBB mit den Einsatzkräften vor Ort. Neben
ÖBB-Einsatzleiter und Notfallkoordinatoren waren ca. 350
Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei sowie Behörden an
der Übung beteiligt. Sie wurden dabei von 50 Laiendarstellern
unterstützt, die für eine realistischere Simulierung "unverletzte"
und "verletzte" Fahrgäste gespielt haben.

Probe erfolgreich absolviert

Die Beteiligten waren sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf. Von allen
Einsatzkräften wurden die gestellten Aufgaben ruhig und koordiniert
abgearbeitet. Alle "Verletzten" konnten gerettet und versorgt werden.
Die geprobten Abläufe haben perfekt funktioniert. Auch die
Selbstrettung der Passagiere ist bei rechtzeitiger Einleitung durch
das Zugpersonal bei den relativ kurzen Fluchtwegen sehr gut möglich.
Die Übung hat gezeigt, dass die Verantwortlichen bei einem
hoffentlich nie eintretenden Ernstfall im Tunnel bestens gerüstet
sind.

Sicherheit oberstes Gebot
Die Tunnels der Hochleistungsstrecke Wien-Meidling - St. Pölten sind
so ausgerüstet, dass sich Personen bei einem Notfall selbst in
Sicherheit bringen können. Wege entlang der Tunnelwand sind mit einem
Handlauf ausgerüstet, in dem eine LED-Beleuchtung integriert ist und
führen im Abstand von jeweils durchschnittlich 500 m zum nächsten
Ausgang in einen sicheren Bereich. Sobald jemand eine Fluchttür
betätigt, setzt sich automatisch die Lüftungsanlage in Betrieb und
verhindert das Eindringen von Rauch in den Sicherheitsausgang. Für
die alarmierten Feuerwehrkräfte steht eine Löschwasserleitung zur
Brandbekämpfung im Tunnel zur Verfügung. Notruffernsprecher
ermöglichen eine Kontaktaufnahme mit der Betriebsführungszentrale.

Letzte Vorbereitungen vor Inbetriebnahme der Strecke

Der Wienerwaldtunnel und der Lainzer Tunnel treffen sich unterirdisch
im Knoten Hadersdorf und sind gemeinsam rund 25 km lang. Der
Spatenstich für die Hochleistungsstrecke Wien - St. Pölten war 2003.
Nachdem die Rohbauarbeiten abgeschlossen wurden, begannen die
Installationsarbeiten - im Bahnjargon spricht man von der
eisenbahntechnischen Ausrüstung. Hier wurden alle wesentlichen
baulichen Maßnahmen zur Sicherheit in Eisenbahntunnels wie
Notrufsäulen, Beschilderungen, Beleuchtung, Löschwasserleitung
umgesetzt. Diese Phase ging Mitte dieses Jahres in die Vorbereitungen
zur Inbetriebnahme über, die derzeit unter anderem mit Schulungen für
das Personal auf Hochtouren läuft.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Jährlich nutzen 450 Mio. Kunden die Angebote des österreichischen
Mobilitätsunternehmens ÖBB. Täglich fahren 6.500 Personen- und
Güterzüge - die größte E-Mobility-Flotte Österreichs - mit
umweltfreundlichem Strom aus 92 % erneuerbarer Energie. Die ÖBB
bewegen mit Kundenorientierung und gesellschaftlicher Verantwortung
das System Bahn nachhaltig in Richtung Zukunft. Die ÖBB gehören zu
den pünktlichsten Bahnen Europas und bieten ihren Kunden die höchste
Pünktlichkeit in der EU. Mit konzernweit rd. 40.800 MitarbeiterInnen
bei Bahn und Bus (davon 37.050 in Österreich, 3.750 im Ausland,
zusätzlich 1.850 Lehrlinge) und Gesamterträgen von rd. 6,25 Mrd. EUR
ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes.
Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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