- 02.11.2012, 16:56:25
- /
- OTS0150 OTW0150
Neues Volksblatt: "Verantwortung" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 3. November 2012
Utl.: Ausgabe vom 3. November 2012=
Linz (OTS) - Angeblich hört es sich gut an für den Linzer
SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch und seinen Finanzreferenten Johann
Mayr, was aus einem Gutachten über den für die Landeshauptstadt
finanziell möglicherweise so verhängnisvollen Swap-Deal zu entnehmen
sein soll - dass nämlich diese Art von Kurs-Zins-Wette unzulässig
sein soll (siehe dazu Bericht Seite 4). Aber selbst wenn es stimmt -
das Gutachten liegt bei der Staatsanwaltschaft und wird von den
Parteien, die sich im Sonderkontrollausschuss mit der politischen
Aufklärung der Affäre befassen, ferngehalten - wäre es alles andere
als der erhoffte Freibrief für Dobusch und Mayr. Denn dann bleibt
immer noch, dass ein hochrangiger Magistratsbeamter, nämlich der
damalige Finanzdirektor, ein Geschäft abgeschlossen hat, das für die
Stadt zum Nachteil geraten könnte; und dass der Bürgermeister (als
politischer Boss des Magistrats) und der Finanzreferent bei dem, was
der Finanzdirektor so getrieben hat, nicht hingesehen haben. Und das
soll man glauben in einer Verwaltung, die seit Jahrzehnten unter
roter Kuratel steht, wo nichts passiert, was die SPÖ-Nomenklatura
nicht abnickt?
An den nackten Fakten ändern im Übrigen auch noch so viele Gutachten
nichts: Die Stadt hat gezockt und wollte sich durch ein
Hasardgeschäft die Zinsen für einen Kredit sparen. Aus der
Verantwortung, dass das passieren konnte, wird Dobusch und Mayr
niemand entlassen können.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






