- 30.10.2012, 19:40:40
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FV Bergbau-Stahl: Letzter Metaller KV-Abschluss 2012 als Richtmarke für die Zukunft.
Branchenbesonderheiten bei Ist-Löhnen berücksichtigt - Stabilisierungsforum wird eingerichtet
Utl.: Branchenbesonderheiten bei Ist-Löhnen berücksichtigt -
Stabilisierungsforum wird eingerichtet=
Wien (OTS) - "Wir haben heute als letzter Fachverband der vormaligen
Metaller-Runde mit der Gewerkschaft unsere KV-Verhandlungen
abgeschlossen und damit auch gleichzeitig die Richtmarke für die
Zukunft gesetzt, die in eigenständigen Gesprächen liegt", so Mag.
Ewald Thaller, Verhandlungsleiter des Fachverbandes Bergbau-Stahl und
Geschäftsführer der Stahl Judenburg GmbH.
Maßvoller Abschluss und Stabilisierungsforum beschlossen
"Unser Ziel war es, einen maßvollen Abschluss zu erzielen, der
unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Reallohn-Zuwachs
ermöglicht und die internationale Konkurrenzfähigkeit der Branche
aufrechterhält. Dies ist uns in konstruktiver Art und Weise
gelungen", betont Thaller. Zudem konnte man sich auf die Einrichtung
eines "Stabilisierungsforums" einigen. "Vor dem Hintergrund der
spezifischen Herausforderungen unserer Branche, die
Auslastungsschwanken von bis zu 15% zu verkraften hat, wollen wir uns
im Stabilisierungsforum bei sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen
den großen Herausforderungen der Zukunft annehmen", so Thaller.
Das Ergebnis der Verhandlungen, gültig ab 1. November 2012: Die
kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen um 3,3% bis
3,4%. Die Istlöhne werden ab dem 1. November 2012 um 3,0% bis 3,3%
angehoben.
Stabilisierungsforum - für Zukunft der Beschäftigung
"Durch die starken Auftragsschwankungen von bis zu 15% in unserer
Branche und die hohen Volatilitäten auf den internationalen Märkten
werden wir künftig nicht um neue, intelligente Arbeitszeitmodelle
herumkommen, um die Beschäftigung in Österreich zu stabilisieren und
weiter auszubauen. Wie dies funktionieren kann, werden wir im
kommenden Jahr in dem von uns vorgeschlagenen 'Stabilisierungsforum'
gemeinsam mit der Gewerkschaft diskutieren", so Thaller.
"Wir werden uns in unserem Stabilisierungsforum insbesondere mit den
Herausforderungen des demographischen Wandels, dem Thema
Lebensarbeitszeit sowie der gesamten Nachwuchsthematik mit den
Schwerpunkten Lehrlingsausbildung, Hebung der Basisqualifikationen
und Attraktivierung unseres Berufsangebotes befassen", hebt Thaller
hervor. "Wir wollen im sozialpartnerschaftlichen Dialog im
Zukunftsforum diskutieren und beschließen, wie wir künftig die
Rahmenbedingungen für eine stabile, gut ausgebildete und
generationenverbindende Belegschaft in den Unternehmen gestalten
können. Die Ergebnisse sollen bis zu den KV-Verhandlungen 2013
stehen", so Thaller.
Insgesamt sieht sich der Fachverband Bergbau-Stahl, der rund 15.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter repräsentiert, darin bestärkt, auch
künftig eigenständige Verhandlungen zu führen. Ein wesentlicher Grund
dafür sind die spezifischen Anforderungen der Unternehmen des
Fachverbandes Bergbau-Stahl, die einerseits am Anfang der
Wertschöpfungskette stehen und andererseits eine starke
Exportabhängigkeit aufweisen.
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