FV Bergbau-Stahl: Letzter Metaller KV-Abschluss 2012 als Richtmarke für die Zukunft.

Branchenbesonderheiten bei Ist-Löhnen berücksichtigt - Stabilisierungsforum wird eingerichtet

Wien (OTS) - "Wir haben heute als letzter Fachverband der vormaligen Metaller-Runde mit der Gewerkschaft unsere KV-Verhandlungen abgeschlossen und damit auch gleichzeitig die Richtmarke für die Zukunft gesetzt, die in eigenständigen Gesprächen liegt", so Mag. Ewald Thaller, Verhandlungsleiter des Fachverbandes Bergbau-Stahl und Geschäftsführer der Stahl Judenburg GmbH.

Maßvoller Abschluss und Stabilisierungsforum beschlossen

"Unser Ziel war es, einen maßvollen Abschluss zu erzielen, der unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Reallohn-Zuwachs ermöglicht und die internationale Konkurrenzfähigkeit der Branche aufrechterhält. Dies ist uns in konstruktiver Art und Weise gelungen", betont Thaller. Zudem konnte man sich auf die Einrichtung eines "Stabilisierungsforums" einigen. "Vor dem Hintergrund der spezifischen Herausforderungen unserer Branche, die Auslastungsschwanken von bis zu 15% zu verkraften hat, wollen wir uns im Stabilisierungsforum bei sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen den großen Herausforderungen der Zukunft annehmen", so Thaller.

Das Ergebnis der Verhandlungen, gültig ab 1. November 2012: Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen um 3,3% bis 3,4%. Die Istlöhne werden ab dem 1. November 2012 um 3,0% bis 3,3% angehoben.

Stabilisierungsforum - für Zukunft der Beschäftigung

"Durch die starken Auftragsschwankungen von bis zu 15% in unserer Branche und die hohen Volatilitäten auf den internationalen Märkten werden wir künftig nicht um neue, intelligente Arbeitszeitmodelle herumkommen, um die Beschäftigung in Österreich zu stabilisieren und weiter auszubauen. Wie dies funktionieren kann, werden wir im kommenden Jahr in dem von uns vorgeschlagenen 'Stabilisierungsforum' gemeinsam mit der Gewerkschaft diskutieren", so Thaller.

"Wir werden uns in unserem Stabilisierungsforum insbesondere mit den Herausforderungen des demographischen Wandels, dem Thema Lebensarbeitszeit sowie der gesamten Nachwuchsthematik mit den Schwerpunkten Lehrlingsausbildung, Hebung der Basisqualifikationen und Attraktivierung unseres Berufsangebotes befassen", hebt Thaller hervor. "Wir wollen im sozialpartnerschaftlichen Dialog im Zukunftsforum diskutieren und beschließen, wie wir künftig die Rahmenbedingungen für eine stabile, gut ausgebildete und generationenverbindende Belegschaft in den Unternehmen gestalten können. Die Ergebnisse sollen bis zu den KV-Verhandlungen 2013 stehen", so Thaller.

Insgesamt sieht sich der Fachverband Bergbau-Stahl, der rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter repräsentiert, darin bestärkt, auch künftig eigenständige Verhandlungen zu führen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die spezifischen Anforderungen der Unternehmen des Fachverbandes Bergbau-Stahl, die einerseits am Anfang der Wertschöpfungskette stehen und andererseits eine starke Exportabhängigkeit aufweisen.

Rückfragen & Kontakt:

DI Roman Stiftner
Geschäftsführer
Fachverband Bergbau-Stahl
Tel: +43 (0) 5 90 900 - 3310
Mobil: 0664 251 05 60
Email: roman.stiftner@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0007