Betriebsratswahlen im öffentlichen Dienst: Nullbock auf Geheimpolitik

Unabhängige GewerkschafterInnen (UG) stärkste Fraktion im Betriebsrat an der UNI Wien

Wien (OTS) - Die Wahlen zum Betriebsrat des allgemeines Personals der UNI Wien am 24.10.2012 bringen einen grundlegenden Wechsel der Mandatsverhältnisse. 17 Mandate waren zu vergeben. UVAB-UG (Unabhängige Vertretung allgemein Bediensteter - Unabhängige GewerkschafterInnen), die Liste der UG in der GÖD (UGöD) erreichte 8 Mandate (bisher 5), eine neu konstituierte FSG erreichte auf Anhieb 3 Mandate. Der Listenführer der alten FSG-Liste kandidierte mit einer Plattform, die sich vor der Wahl als unabhängig präsentierte und erst auf dem Stimmzettel als FCG-Liste erkennbar wurde. Diese Liste FCG (bisher 3) und der "alten" FSG-Mehrheit (bisher 8 Mandate) + erreichte trotz GÖD-finanzierter Massenaussendung nur mehr 6 Mandate.

Die KollegInnen der UG waren 5 Jahre Minderheitsfraktion, aktiv, an der Basis verankert und die Opposition gegen einsame Entscheidungen des Vorsitzenden und Absprachen hinter verschlossenen Türen. Ihre KollegInnen haben diese Arbeit als glaubhaftes Angebot einer Alternative zur bisherigen Arbeit der Mehrheitsfraktion wahrgenommen. Ein Auftrag an den neuen Betriebsrat und seinen Vorsitzenden sind vor allem Zusammenarbeit, demokratische Umgangsformen im Betriebsrat und Transparenz zu gewährleisten sowie Rechenschaftspflicht gegenüber den KollegInnen und das Ende der Stellvertreterpolitik mit ihren informellen Beziehungen und Geheimniskrämerei.

"Betriebsratsarbeit soll allen MitarbeiterInnen zugute kommen, egal welcher Wählergruppe sie ihre Stimme gegeben haben und unabhängig von Parteimitgliedschaften. Auch soll den MitarbeiterInnen Fachkenntnis zuerkannt werden, denn sie sind die ExpertInnen vor Ort." meint Manfred Bobek, Listenerster der UG.

Zwt: Aufräumarbeiten und demokratischer Neubeginn

Der Aufbau einer demokratischen, den KollegInnen verpflichteten Betriebsratskultur ist eine vordringliche Aufgabe für den gerade gewählten Betriebsrat des allgemeinen Personals an der Universität Wien und Verantwortung der nächsten 4 Jahre.

In der Vergangenheit abgeschlossene Betriebsvereinbarungen, die nur bedingt Besserstellungen brachten, sind zu überarbeiten und zu verhandeln. Es geht darum, dass die geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen auch an der Universität Wien zum Wohl der KollegInnen in ihrer vollen Tragweite umgesetzt werden.

Der Erfolg der UG bestätigt den Erfolg der UG-KollegInnen bei den Betriebsratswahlen im April an der BOKU Wien - UG (6 Mandate) FSG (3) FCG (1) und ist ein ermutigendes Vorzeichen für noch ausstehenden Uni-Betriebsratswahlen u.a. in Wien, Graz, Innsbruck und Linz.

Unser Motto: Nullbock auf abgehobene Geheimpolitik - Nullbock auf Gehaltskürzungen (=Nulllohnrunde)

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen fordern von der GÖD-Führung Gehaltsverhandlungen JETZT!
www.nullbockaufnulllohn.at

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragen: Thomas Vanorek StV. Vorsitzender UGÖD, Landessprecher NÖ Tel: 0664 8001636311
Internet: www.ugoed.at

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