• 24.10.2012, 10:15:31
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Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Samariterbund präsentiert große Kampagne zum Thema Erste Hilfe

Utl.: Samariterbund präsentiert große Kampagne zum Thema Erste Hilfe=

Wien (OTS) - Nach einem schweren Unfall läuft die Zeit gegen die
verletzten Personen. Mit jeder Minute, in der keine Erste Hilfe
erfolgt, sinken die Überlebenschancen des Betroffenen drastisch. Der
wichtigste Helfer ist deshalb jener, der gleich neben dem Patienten
steht. Umso dringender ist es, dass diese Person auch weiß, wie sie
helfen kann.

Mit der Kampagne "Die Zeit heilt nicht alle Wunden" möchte der
Samariterbund Menschen Mut machen, zu helfen statt wegzuschauen. Denn
der häufigste Grund nicht zu helfen ist: Die Angst, etwas falsch zu
machen.

Ab heute laufen im ORF (Fernsehen und Hörfunk) eine Woche lang
Spots, die mit dem Slogan "Die Zeit heilt nicht alle Wunden" auf das
Thema Erste Hilfe aufmerksam machen. Bildlich verstärkt wird die
Aussage durch eine rieselnde Sanduhr. "Bei schweren Unfällen zählt
jede Minute. Die Rettungskräfte reagieren zwar blitzschnell, dennoch
vergeht bis zum Eintreffen der Sanitäter wertvolle Zeit. Es ist oft
der Ersthelfer, der über Leben und Tod des Patienten entscheidet. Mit
unserer Herbstkampagne wollen wir die Menschen aufrütteln. Als
Ersthelfer kann man nur einen Fehler machen: nicht helfen", erklärt
Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. "Wer einen Erste-Hilfe-Kurs
besucht, gewinnt die für engagierte Lebensretter notwendige
Selbstsicherheit. Empfehlenswert ist es, mindestens alle vier Jahre
das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen.

Der Samariterbund hat außerdem eine Reihe von Erste-Hilfe-Videos
produzieren lassen, die künftig als Lehrvideos für die Schulung
eingesetzt und auch über YouTube, samariterbund.net und Facebook
verbreitet werden. Auch sie sollen Menschen motivieren, in
Notsituationen zu helfen. Im Rahmen der ORF-Sendung Treffpunkt
Medizin wird es zwei Ausstrahlungstermine geben, an denen die Filme
gezeigt werden.

Die Gewista wird auf den Infoscreens in ganz Österreich eine
10-Sekunden-Kurzversion der Spots zeigen, weiters unterstützt die
Gewista die Erste-Hilfe-Kampagne des Samariterbundes, indem sie
Plakatflächen kostenlos zur Verfügung stellt. "Das Thema Erste Hilfe
liegt uns sehr am Herzen. Durch die diversen Medienkanäle haben wir
die Möglichkeit, auf diese Aktion aufmerksam zu machen", so Karl
Javurek, Generaldirektor der Gewista. In den nächsten Monaten wird
die Gewista in Zusammenarbeit mit "Puls - Verein zur Bekämpfung des
plötzlichen Herztodes" wie bereits angekündigt auch 60 rund um die
Uhr zugängliche umfunktionierte City Lights als "Defi-Säulen" in Wien
installieren.

Die Standorte aller öffentlich zugänglichen Defis kann man sich in
der neuen iOS-App des Samariterbundes anzeigen lassen. Die kostenlos
im App Store erhältliche Anwendung bietet außerdem
Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Ersthelfer bei Notsituationen.

"Das Thema Sicherheit hat in der Stadt Wien einen sehr hohen
Stellenwert. Vor ein paar Tagen wurde das neue
Sicherheits-Kompetenzzentrum der Helfer Wiens eröffnet. Die Stadt
Wien hat die modernsten Rettungs-, Polizei- und
Feuerwehreinsatzzentralen Europas, im Wiener Stadtgebiet braucht die
Rettung etwa acht bis zwölf Minuten zum Einsatzort. Im
internationalen Vergleich liegen wir im Spitzenfeld", erklärt Prof.
Harry Kopietz, Erster Präsident des Wiener Landtages.

"Die Diamond:Dogs freuen sich, zusammen mit dem ASBÖ ein kräftiges
Lebenszeichen für Erste-Hilfe-Kurse in Österreich kreiert zu haben",
unterstreicht Gerhard Handler, Geschäftsführer der
diamond:dogs|group, den aktivierenden Ansatz der neuesten Kampagne,
welche im Zeitraum von 24. Oktober 2012 bis Mitte Jänner 2013 in TV,
Radio und Print in allen Bundesländern präsent sein wird. "Für die
erste Hilfe gibt es keine zweite Chance. Unser Ziel war es, eine
Kampagne zu kreieren, welche die Brisanz des Themas auf den ersten
Blick sichtbar macht und den Rezipienten zum Handeln animiert."

In Österreich sterben pro Jahr etwa 2.500 Menschen bei Unfällen.
Während der Anteil tödlicher Unfälle gemessen an allen Sterbefällen
seit Jahren kontinuierlich sinkt bzw. gleich bleibt, stagniert er im
Bereich Heim/Freizeit/Sport seit 2005 bei rund 2,3 Prozent. Der
Anteil tödlicher Freizeitunfälle liegt über dem Niveau von 1990.
(Quelle: KFV)

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