WKÖ-Fachverband der Fahrschulen: L 17 ist und bleibt ein Erfolgsmodell

Obmann Wiedermann: "Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!" - Schlechterstellung männlicher Schüler wäre unverhältnismäßig

Wien (OTS/PWK734) - Dass es immer wieder zu Verkehrsunfällen wie zuletzt der schwere Unfall eines L17-Führerscheinbesitzers kommt, ist höchst tragisch und bedauerlich. "Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die L17-Ausbildung ein Erfolgsmodell ist und die Unfallzahlen bei der betroffenen Altersgruppe massiv zurückgegangen sind", betont Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Eine Reformierung des L 17-Modells mit Fokus auf männliche Fahrschüler, wie sie nun vom KfV vorgeschlagen wurde, ist jedoch aus Sicht der Fahrschulen unverhältnismäßig und nicht nachvollziehbar. Wiedermann: "Dies würde bedeuten, dass alle männlichen Jugendlichen per se mehr Schulungsbedarf hätten als ihre weiblichen Altersgenossinnen. Das widerspricht jedoch den praktischen Erfahrungen in den Fahrschulen. Eine längere Begleitung der Fahrschüler, ein längerer Probeführerschein und spezifische Schulungen nur für männliche Jugendliche wären eine zeitliche und ökonomische Schlechterstellung für die jungen Männer, die nicht gerechtfertigt ist."

Der Fachverbandsobmann ergänzt: "Im Rahmen der Ausbildung wird neben den Verkehrsregeln auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr und Unfallprävention eingegangen. Dabei muss der Fokus darauf liegen, alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen so zu schulen, dass sie schwierige Situationen im Straßenverkehr richtig einschätzen lernen. Man sollte aber nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Einzelne schwere Unfälle, die sich leider immer wieder ereignen, dürfen keine Anlassgesetzgebung nach sich ziehen und ändern auch nichts daran, dass die L17-Ausbildung ein echtes Erfolgsmodell ist."

Der Fachverband der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich ist unter anderem die Interessenvertretung der ca. 380 österreichischen Fahrschulen. (PM)

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