Kritik an Wellnesshotels: Masseure sind so gut wie ihre Bezahlung

vida verteidigt Beschäftigte gegen Kritik in Wellness-Führer

Wien (OTS/ÖGB) - Die Kritik in einem aktuellen Wellness-Führer an der Qualität der Massagen in den österreichischen Wellnesshotels sollte ein Grund sein, Arbeitsbedingungen und Lohnpolitik in diesem Bereich zu überdenken, fordert die Bundesfachgruppe Gesundheitsförderung und Wellness der Gewerkschaft vida.++++

Für Qualität ist nicht nur eine gute Ausbildung Voraussetzung, sondern auch zufriedene MitarbeiterInnen - und zufriedene MitarbeiterInnen sind gut bezahlte MitarbeiterInnen. "Bessere Gehälter führen zu mehr Motivation, besserer Leistung und damit zu zufriedeneren Kunden", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner.

Der durchschnittliche Verdienst eines Masseurs liegt derzeit bei 1.200 Euro brutto monatlich. Die Gewerkschaft vida fordert 1.500 Euro Einstiegsgehalt.

"Leider wird von Arbeitgeberseite immer argumentiert, dass ohnehin alle Masseure Trinkgeld bekommen und dies für sie ein Teil des Lohnes sei", kritisiert Barbara Schröding, vida Landessekretärin in Wien. "Das ist ein großer Irrtum, die Trinkgelder gehen kontinuierlich zurück und können absolut nicht als fixer Teil des Einkommens gerechnet werden. Sie sind weder Bemessungsgrundlage für Urlaubs-oder Weihnachtsgeld, noch für Krankenentgelt oder die Pension."

Wer die Qualität der Behandlungen steigern will, muss auch in die Qualität der Ausbildung investieren, in gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und in faire Entlohnung, so Schröding und Steinkellner.

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