- 15.10.2012, 13:56:20
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Kritik an Wellnesshotels: Masseure sind so gut wie ihre Bezahlung
vida verteidigt Beschäftigte gegen Kritik in Wellness-Führer
Utl.: vida verteidigt Beschäftigte gegen Kritik in Wellness-Führer=
Wien (OTS/ÖGB) - Die Kritik in einem aktuellen Wellness-Führer an der
Qualität der Massagen in den österreichischen Wellnesshotels sollte
ein Grund sein, Arbeitsbedingungen und Lohnpolitik in diesem Bereich
zu überdenken, fordert die Bundesfachgruppe Gesundheitsförderung und
Wellness der Gewerkschaft vida.++++
Für Qualität ist nicht nur eine gute Ausbildung Voraussetzung,
sondern auch zufriedene MitarbeiterInnen - und zufriedene
MitarbeiterInnen sind gut bezahlte MitarbeiterInnen. "Bessere
Gehälter führen zu mehr Motivation, besserer Leistung und damit zu
zufriedeneren Kunden", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende
Willibald Steinkellner.
Der durchschnittliche Verdienst eines Masseurs liegt derzeit bei
1.200 Euro brutto monatlich. Die Gewerkschaft vida fordert 1.500 Euro
Einstiegsgehalt.
"Leider wird von Arbeitgeberseite immer argumentiert, dass ohnehin
alle Masseure Trinkgeld bekommen und dies für sie ein Teil des Lohnes
sei", kritisiert Barbara Schröding, vida Landessekretärin in Wien.
"Das ist ein großer Irrtum, die Trinkgelder gehen kontinuierlich
zurück und können absolut nicht als fixer Teil des Einkommens
gerechnet werden. Sie sind weder Bemessungsgrundlage für Urlaubs-
oder Weihnachtsgeld, noch für Krankenentgelt oder die Pension."
Wer die Qualität der Behandlungen steigern will, muss auch in die
Qualität der Ausbildung investieren, in gute Arbeitsbedingungen für
die Beschäftigten und in faire Entlohnung, so Schröding und
Steinkellner.
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