- 13.10.2012, 11:34:50
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Kärnten: ÖBB-Verladestationen müssen erhalten bleiben
LH Dörfler verlangt Bahngipfel in Kärnten
Utl.: LH Dörfler verlangt Bahngipfel in Kärnten=
Klagenfurt (OTS/LPD) - Zu den von der Rail Cargo Austria derzeit
durchgeführten Evaluierung der Verladestationen in Kärnten aufgrund
der Sparpläne zeigt sich heute, Samstag, Verkehrsreferent
Landeshauptmann Gerhard Dörfler über die Vorgangsweise der ÖBB
Tochter Rail Cargo Austria sehr verwundert. "Aufgrund der sonst
ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der ÖBB bin ich sehr erstaunt,
dass bisher keine Informationen von der ÖBB über die Pläne der Rail
Cargo Austria in dieser Sache an das Land Kärnten ergangen sind.
Daher verlange ich von der ÖBB umgehend, einen Bahngipfel in Kärnten
einzuberufen und alle maßgeblichen Stellen in Kärnten über die
weiteren Pläne zu informieren" so der Landeshauptmann.
Durch die Schließung bzw. der Beendigung der Bedienung durch die
RCA dieser Verladestationen müsse man befürchten, dass viele tausende
Tonnen Holz und andere Massengüter von der Schiene auf die Straße
verlagert werden. "Es darf nicht dazu kommen, dass in Zeiten, in
denen Kärnten über die Koralmbahn an das europäische
Hochleistungsbahnnetz angeschlossen wird, gleichzeitig die
Flächenversorgung der Bahn verloren geht und es zu einer
Verschlechterung der Verkehrssituation und der Standortqualität
kommt" so Dörfler.
Dörfler erklärt weiter, dass das Land Kärnten große Investitionen
in die Bahninfrastruktur mitgetragen habe und speziell in das
Bahnangebot jährlich sehr viel investiere. Daher dürfe es nicht sein,
dass es in einem so waldreichen Gebiet wie Kärnten dazu kommt, dass
beispielsweise Holz als Massengut wieder vermehrt auf der Straße
transportiert werden muss. "Ich fordere Bundesministerin Doris Bures
daher auf, sich dafür einzusetzen, dass Verladestationen und damit
wichtige Infrastruktureinrichtungen in ländlichen Gebieten erhalten
bleiben. Der umweltfreundliche Transport von Massengütern auf der
Schiene muss weiterhin möglich sein, andernfalls drohen hohe
Strafzahlungen wenn Klimaziele nicht erreicht werden", sagt der
Landeshauptmann.
Das Land Kärnten verfolgt seit Jahren das Ziel, sowohl des Güter-
als auch den Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu
verlagern um damit entsprechende CO2, Feinstaub und sonstige
schädliche Emissionen zu reduzieren.
(Schluss)
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