JUGENDVERTRETUNG: Internationaler Mädchentag zeigt Handlungsbedarf auf!

Mädchen müssen Tag für Tag um ihre Rechte kämpfen.

Wien (OTS) - Am heute erstmals von der UNO ausgerufenen Mädchentag betont die Bundesjugendvertretung (BJV), wie wichtig der Einsatz für Mädchen- und Frauenrechte nach wie vor ist:
"Es ist erfreulich, dass die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum Internationalen Mädchentag erklärt haben. Dennoch ist dies kein Tag zum Feiern. Weltweit müssen Mädchen immer noch für die Wahrung ihrer Rechte kämpfen. Vielen werden elementare Grundrechte wie Bildung, Selbstbestimmung, sexuelle und reproduktive Rechte sowie Gesundheit und körperliche Unversehrtheit vorenthalten", betont BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.

Auch die diesjährige österreichische Jugenddelegierte zur UNO-Generalversammlung, Melissa Ofoedu, setzt sich besonders für die Stärkung von Mädchen- und Frauenrechten ein. In ihrer dieswöchigen Rede vor der dem 3. Komitee der UNO-Generalversammlung zeigte sie auf, dass noch immer viel zu viele Frauen an den Folgen einer Geburt sterben und die Kindersterblichkeit erschreckend hoch ist. Der Schlüssel zur Bekämpfung dieser Probleme liege in der Stärkung der reproduktiven Rechte von Mädchen und jungen Frauen. In diesem Zusammenhang kritisiert die Jugenddelegierte das eindeutige Verfehlen der Millenium Entwicklungsziele.

Bildung, Selbstbestimmung und Gesundheitsförderung sind weltweit wesentliche Maßnahmen, um Mädchen zu stärken, erklärt auch BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi: "Mädchen sind im Bildungsbereich immer noch massiv benachteiligt. Von den rund 67 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen, sind mehr als die Hälfte Mädchen. Sie brechen öfters die Schule ab oder werden bereits im Kindesalter verheiratet. Dadurch kommt es auch zu sehr frühen Schwangerschaften, die wiederum massive gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Gerade hier muss angesetzt werden."

Österreich müsse hier sowohl national als auch international seine Verantwortung wahrnehmen: "Das Kürzen von Geldern für die Entwicklungszusammenarbeit und das Festhalten an Bildungsbarrieren im Land sind hier völlig fehl am Platz", so El Batnigi.
Abschließend betont die Vorsitzende, dass ein spezifischer Blick auf die Situation von Mädchen und jungen Frauen in allen politischen Bereichen gefragt ist: "Es hat sich gezeigt, dass bei allgemein angelegten Maßnahmen Mädchen und junge Frauen oft zurück bleiben. Daher ist es besonders wichtig, auf ihre Situation einzugehen und sich spezifisch für ihre Rechte einzusetzen. Nur so können Fortschritte für die ganze Bevölkerung erzielt werden!"

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