- 11.10.2012, 16:23:49
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JUGENDVERTRETUNG: Internationaler Mädchentag zeigt Handlungsbedarf auf!
Mädchen müssen Tag für Tag um ihre Rechte kämpfen.
Utl.: Mädchen müssen Tag für Tag um ihre Rechte kämpfen.=
Wien (OTS) - Am heute erstmals von der UNO ausgerufenen Mädchentag
betont die Bundesjugendvertretung (BJV), wie wichtig der Einsatz für
Mädchen- und Frauenrechte nach wie vor ist:
"Es ist erfreulich, dass die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum
Internationalen Mädchentag erklärt haben. Dennoch ist dies kein Tag
zum Feiern. Weltweit müssen Mädchen immer noch für die Wahrung ihrer
Rechte kämpfen. Vielen werden elementare Grundrechte wie Bildung,
Selbstbestimmung, sexuelle und reproduktive Rechte sowie Gesundheit
und körperliche Unversehrtheit vorenthalten", betont BJV-Vorsitzende
Rodaina El Batnigi.
Auch die diesjährige österreichische Jugenddelegierte zur
UNO-Generalversammlung, Melissa Ofoedu, setzt sich besonders für die
Stärkung von Mädchen- und Frauenrechten ein. In ihrer dieswöchigen
Rede vor der dem 3. Komitee der UNO-Generalversammlung zeigte sie
auf, dass noch immer viel zu viele Frauen an den Folgen einer Geburt
sterben und die Kindersterblichkeit erschreckend hoch ist. Der
Schlüssel zur Bekämpfung dieser Probleme liege in der Stärkung der
reproduktiven Rechte von Mädchen und jungen Frauen. In diesem
Zusammenhang kritisiert die Jugenddelegierte das eindeutige Verfehlen
der Millenium Entwicklungsziele.
Bildung, Selbstbestimmung und Gesundheitsförderung sind weltweit
wesentliche Maßnahmen, um Mädchen zu stärken, erklärt auch
BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi: "Mädchen sind im Bildungsbereich
immer noch massiv benachteiligt. Von den rund 67 Millionen Kindern,
die keine Schule besuchen, sind mehr als die Hälfte Mädchen. Sie
brechen öfters die Schule ab oder werden bereits im Kindesalter
verheiratet. Dadurch kommt es auch zu sehr frühen Schwangerschaften,
die wiederum massive gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Gerade
hier muss angesetzt werden."
Österreich müsse hier sowohl national als auch international seine
Verantwortung wahrnehmen: "Das Kürzen von Geldern für die
Entwicklungszusammenarbeit und das Festhalten an Bildungsbarrieren im
Land sind hier völlig fehl am Platz", so El Batnigi.
Abschließend betont die Vorsitzende, dass ein spezifischer Blick auf
die Situation von Mädchen und jungen Frauen in allen politischen
Bereichen gefragt ist: "Es hat sich gezeigt, dass bei allgemein
angelegten Maßnahmen Mädchen und junge Frauen oft zurück bleiben.
Daher ist es besonders wichtig, auf ihre Situation einzugehen und
sich spezifisch für ihre Rechte einzusetzen. Nur so können
Fortschritte für die ganze Bevölkerung erzielt werden!"
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