FPÖ-Mölzer: Unverständlich, dass EU Kroatien neue Hürden in den Weg stellt

Im Gegensatz zu Rumänien und Bulgarien erfüllt Kroatien die Beitrittskriterien allemal - Warum wurden angebliche Mängel im Justizwesen nicht schon im Beitrittsprozess angesprochen

Wien (OTS) - Wenig Verständnis zeigte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer für die Entscheidung der EU-Kommission, Kroatien neue Beitrittshürden in den Weg zu stellen. "Im Vergleich zu Rumänien und Bulgarien, die 2007 völlig unvorbereitet und überhastet in die Europäische Union aufgenommen wurden, erfüllt das mitteleuropäisch geprägte Kroatien die Beitrittskriterien allemal", betonte Mölzer.

Selbstverständlich müsse die EU-Reife eines Beitrittskandidaten unzweifelhaft feststehen, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Um die EU-Reife zu klären, gibt es ein Beitrittsverfahren, das mehrere Jahre dauert. Wenn nun der EU-Kommission plötzlich einfällt, dass Agram etwa im Bereich der Justiz noch Nachholbedarf habe, dann stellt sich die Frage, warum das nicht schon in den Beitrittsverhandlungen angesprochen worden ist. Jedenfalls ist das Vorgehen der Brüsseler Behörde alles andere als professionell", kritisierte Mölzer.

Darüber hinaus wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass sich Brüssel gegenüber Kroatien unfreundlich verhalte. "Zuerst den Beitritt für Mitte 2013 fixieren und im Nachhinein neue Bedingungen stellen - so geht man mit einem Partner nicht um. Aber dennoch ist davon auszugehen, dass Agram die neuen Forderungen der Europäischen Union erfüllen wird", schloss Mölzer.

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