ÖH präsentiert Initiative für einen offenen Hochschulzugang: www.lasstunsstudieren.at

Zugangsbeschränkungen sind kein gesellschaftlicher Konsens

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft präsentierte heute Vormittag gemeinsam mit Johanna Zauner von der Bundesjugendvertretung und Alexandra Strickner, Obfrau von Attac Österreich, eine Initiative für den offenen Hochschulzugang. "Wir wollen nicht warten bis es zu spät ist, sondern bereits jetzt eine kritische Gegenöffentlichkeit schaffen und uns gegen die aktuellen Entwicklungen stellen", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Zugangsbeschränkungen sind kein gesellschaftlicher Konsens. Wir werden uns weiter mit vereinten Kräften für einen freien und offenen Hochschulzugang einsetzen."

Auch die Bundesjugendvertretung unterstützt die Initiative: "Junge Menschen haben ein Recht auf Bildung, jedoch werden ihnen immer mehr Steine in den Weg gelegt. Zugangsbeschränkungen treffen besonders junge Menschen aus sozial schwächeren Schichten und führen nur zu einer Verschärfung des selektiven Bildungssystems in Österreich! Die Bundesjugendvertretung fordert daher einen kostenlosen, freien und offenen Hochschulzugang auf allen Studienebenen. Das heißt, keine Zugangsbeschränkungen weder in den bereits bestehenden Fächern noch in neuen Studienrichtungen. Viele Probleme an den Universitäten, wie die unzureichende Finanzierung, würden auch durch Zugangsbeschränkungen nicht gelöst, aber eines erreichen sie mit Sicherheit: Unzähligen studierwilligen jungen Menschen wird die Tür zu Bildung vor der Nase zugeschlagen und das ist ein unverantwortlicher Schritt von der Politik", so Zauner.

Darüber, dass einer offener Hochschulzugang finanzierbar ist, bestand bei der heutigen Pressekonferenz Einigkeit: "Die neuen Daten der Österreichischen Nationalbank bestätigen, dass Vermögen in Österreich extrem konzentriert ist. "Sozialstaat, öffentliche Bildungssyteme und Demokratie sind mit der propagierten "Schuldenkrise" in ganz Europa einem radikalen Angriff ausgesetzt. Die Schuldenkrise entsteht in Wirklichkeit durch zu geringe Steuern auf Vermögen und Unternehmensgewinne. Das führt zu Vermögenskonzentration und Unterfinanzierung des Staates. Mehr denn je ist es Zeit für vermögensbezogene Steuern. Damit sind dann auch die dringend notwendigen Zukunftsinvestitionen in die Unis problemlos möglich. Das zivilgesellschaftliche Zukunfstbudget zeigt wie es geht", so Alexandra Strickner, Obfrau von Attac Österreich.

"Morgen reichen wir die parlamentarische Petition ein, aber bereits jetzt freuen wir uns natürlich über viele kritische Stimmen, die sich mit uns gemeinsam für einen freien und offenen Hochschulzugang aussprechen", so Schott abschließend.

www.lasstunsstudieren.at
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