- 11.10.2012, 10:27:22
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ÖH präsentiert Initiative für einen offenen Hochschulzugang: www.lasstunsstudieren.at
Zugangsbeschränkungen sind kein gesellschaftlicher Konsens
Utl.: Zugangsbeschränkungen sind kein gesellschaftlicher Konsens=
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft präsentierte
heute Vormittag gemeinsam mit Johanna Zauner von der
Bundesjugendvertretung und Alexandra Strickner, Obfrau von Attac
Österreich, eine Initiative für den offenen Hochschulzugang. "Wir
wollen nicht warten bis es zu spät ist, sondern bereits jetzt eine
kritische Gegenöffentlichkeit schaffen und uns gegen die aktuellen
Entwicklungen stellen", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
"Zugangsbeschränkungen sind kein gesellschaftlicher Konsens. Wir
werden uns weiter mit vereinten Kräften für einen freien und offenen
Hochschulzugang einsetzen."
Auch die Bundesjugendvertretung unterstützt die Initiative: "Junge
Menschen haben ein Recht auf Bildung, jedoch werden ihnen immer mehr
Steine in den Weg gelegt. Zugangsbeschränkungen treffen besonders
junge Menschen aus sozial schwächeren Schichten und führen nur zu
einer Verschärfung des selektiven Bildungssystems in Österreich! Die
Bundesjugendvertretung fordert daher einen kostenlosen, freien und
offenen Hochschulzugang auf allen Studienebenen. Das heißt, keine
Zugangsbeschränkungen weder in den bereits bestehenden Fächern noch
in neuen Studienrichtungen. Viele Probleme an den Universitäten, wie
die unzureichende Finanzierung, würden auch durch
Zugangsbeschränkungen nicht gelöst, aber eines erreichen sie mit
Sicherheit: Unzähligen studierwilligen jungen Menschen wird die Tür
zu Bildung vor der Nase zugeschlagen und das ist ein
unverantwortlicher Schritt von der Politik", so Zauner.
Darüber, dass einer offener Hochschulzugang finanzierbar ist, bestand
bei der heutigen Pressekonferenz Einigkeit: "Die neuen Daten der
Österreichischen Nationalbank bestätigen, dass Vermögen in Österreich
extrem konzentriert ist. "Sozialstaat, öffentliche Bildungssyteme und
Demokratie sind mit der propagierten "Schuldenkrise" in ganz Europa
einem radikalen Angriff ausgesetzt. Die Schuldenkrise entsteht in
Wirklichkeit durch zu geringe Steuern auf Vermögen und
Unternehmensgewinne. Das führt zu Vermögenskonzentration und
Unterfinanzierung des Staates. Mehr denn je ist es Zeit für
vermögensbezogene Steuern. Damit sind dann auch die dringend
notwendigen Zukunftsinvestitionen in die Unis problemlos möglich. Das
zivilgesellschaftliche Zukunfstbudget zeigt wie es geht", so
Alexandra Strickner, Obfrau von Attac Österreich.
"Morgen reichen wir die parlamentarische Petition ein, aber bereits
jetzt freuen wir uns natürlich über viele kritische Stimmen, die sich
mit uns gemeinsam für einen freien und offenen Hochschulzugang
aussprechen", so Schott abschließend.
www.lasstunsstudieren.at
Weitere Informationen unter:
http://www.oeh.ac.at/fileadmin/lasstunsstudieren.at/pk-unterlagen.pdf
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