• 10.10.2012, 17:07:54
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MedAustron: Housewarming im Zentrum für Krebsbehandlung und Forschung

Im Zuge des Housewarmings wurde der neue "Med
Austron" Schriftzug über dem Eingang des Gebäudes enthüllt.

Wiener Neustadt (OTS/EBG MedAustron) - MedAustron, das Zentrum für
Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt verbucht einen
weiteren Meilenstein: Die Belegschaft hat das in Rekordbauzeit
errichtete Gebäude bezogen.

Aufsichtsratsvorsitzender Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger
nahm die feierliche Eröffnung vor.

MedAustron nimmt immer konkretere Formen an: Nach einer
Rekordbauzeit von nur 18 Monaten wurde das Gebäude im August
fertiggestellt. Die Belegschaft der EBG MedAustron GmbH ist mit 01.
Oktober in die neuen Büros eingezogen. "Mit der Fertigstellung des
Gebäudes ist ein weiterer Schritt in Richtung der Umsetzung dieses
Zukunftsprojektes getan, das weltweit erst das vierte Zentrum dieser
Art sein wird. Mein Dank gilt dem engagierten Team von MedAustron,
ohne dessen Einsatz unsere ehrgeizigen Ziele nicht erreicht werden
könnten. Ich bin überzeugt, dass wir im selben Stil auch die
nächsten entscheidenden Schritte bravourös meistern werden", freute
sich Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger,
Aufsichtsratsvorsitzender von EBG MedAustron. Schneeberger nahm die
feierliche Eröffnung vor und enthüllte dabei auch den neuen "Med
Austron" Schriftzug über dem Eingang des Gebäudes.

Meilensteine. Über bisherige und kommende Meilensteine
informierten die beiden Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH, Dr.
Thomas Friedrich und Dr. Bernd Mößlacher im Rahmen des Housewarmings.
Erst im März 2011 war der Grundstein für das Wr. Neustädter
Ionentherapie-Zentrum gelegt worden, nur acht Monate später wurde die
Dachgleiche gefeiert und weitere zehn Monate später war das Gebäude
bereits fertiggestellt. Neben den Arbeiten am Gebäude von MedAustron
wird parallel dazu am europäischen Kernforschungszentrum CERN der
Teilchenbeschleuniger von MedAustron entwickelt und im neuen Gebäude
eingebaut. Rund 50 Mitarbeiter sind dafür in der Schweiz im Einsatz.
Im März 2012 wurde dort bereits der Teststrahl für MedAustron von
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll erfolgreich gestartet.

"Erste Mitarbeiter sind nun bereits aus Genf zurückgekehrt und
beginnen mit dem Aufbau der Teilchen-beschleunigeranlage in Wiener
Neustadt. Wesentliche Teile der neu entwickelten Medizintechnik
werden ebenfalls von den Testständen bei den Herstellern zu
MedAustron übersiedeln", informiert Dr. Bernd Mößlacher über den
Status Quo. Im kommenden Jahr wird intensiv an der Installation der
komplexen Anlage gearbeitet werden, bevor 2014 die Gesamtanlage
getestet und ab 2015 mit der medizinischen Kommissionierung begonnen
werden kann. Ende 2015 soll schließlich der erste Patient bei
MedAustron behandelt werden und in weiterer Folge das Zentrum
sukzessive ausgebaut werden. Im Vollbetrieb werden schließlich
jährlich bis zu 1.400 Patienten pro Jahr therapiert.

Innovation. Ob Hülle, Kern oder Therapie - bei MedAustron wird
innovative Spitzentechnologie angewendet. So kam für den Bau
beispielsweise die sogenannte "Sandwich-Technologie" zum Einsatz, die
eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis mit sich brachte und dabei
auch noch eine umweltschonende Bauweise ist. Keinesfalls "08/15" ist
auch die komplexe Technik bei MedAustron, für die zahlreiche Weiter-
und Neuentwicklungen nötig sind: Neben dem bereits erwähnten
Teilchenbeschleuniger wird die Steuerungssoftware für den gesamten
Behandlungsablauf gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Paracelsus
Medizinischen Universität in Salzburg neu entwickelt. Die
Protonengantry etwa - eine 180Grad um den Patienten rotierbare
Bestrahlungseinrichtung - wird in Zusammenarbeit mit Schweizer
Maschinenbauingenieuren entworfen. "Als echter Meilenstein in der
Bestrahlungstherapie kann das Patientenpositionierungssystem gesehen
werden, bei dem erstmals weltweit höchstpräzise Patientenlagerungen
erreicht werden können - unabdingbar für eine erfolgreiche,
millimetergenau Tumorbestrahlung.", so Mößlacher Nicht zuletzt ist
natürlich auch die Therapieform, die bei MedAustron zum Einsatz
kommen wird, innovativ, wie Dr. Thomas Friedrich betont: "Bis jetzt
gibt es erst drei Zentren weltweit, die die Bestrahlung mit Protonen-
und Kohlenstoffionen gemeinsam anbieten können. MedAustron wird als
viertes derartiges Zentrum eine wesentliche Rolle bei der
Krebsbehandlung und Forschung in Europa einnehmen."

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