• 10.10.2012, 11:06:40
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GPA-djp und vida fordern einheitlichen Kollektivvertrag für private Kinderbetreuungseinrichtungen

Bundesweit geregelte Rahmenbedingungen und einheitliche Bezahlung statt "Fleckerlteppich"

Utl.: Bundesweit geregelte Rahmenbedingungen und einheitliche
Bezahlung statt "Fleckerlteppich"=

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir fordern einen Österreichweit gültigen
Kollektivvertrag für alle privaten Kinderbetreuungseinrichtungen, um
einheitliche Rahmenbedingungen und Bezahlung der Beschäftigten in
Krippen, Kindergärten und Horte abzusichern. Es ist nicht einzusehen,
dass hier je nach Bundesland und Betrieb für dieselbe Arbeit
unterschiedlichste Bestimmungen gelten", fordern der stellvertretende
Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier, Karl Proyer und der stellvertretende
vida-Vorsitzende, Willibald Steinkellner.++++

In privaten Kinderbetreuungseinrichtungen kommen derzeit in ganz
Österreich rund 40 unterschiedliche Gehaltsschemata zur Anwendung. In
einigen Betrieben gilt der Mindestlohntarif für private
Bildungseinrichtungen und in anderen der Kollektivvertrag für den
privaten Gesundheits- und Sozialbereich ("BAGS-KV"). Einige große
private Träger in Wien, wie die Kinderfreunde, "Kinder in Wien"
(KIWI), die Diakonie oder die St. Nikolaus Kindertagesheimstiftung in
der Erzdiözese Wien vereinbaren das Gehalt per Betriebsvereinbarung.

Besonders eklatant sind die Unterschiede außerdem bei
Vorbereitungszeiten und LeiterInnenstunden. Während beispielsweise
bei der Gemeinde Wien sechs Vorbereitungsstunden finanziert werden,
besteht für private Einrichtungen in Wien keine verbindliche
Regelung. In Vorarlberg sieht das Landesrecht schlicht eine
angemessene Vorbereitungszeit vor und in der Steiermark werden bei
Vollanstellung 10 Stunden Vorbereitungszeit bezahlt. Ähnlich
unterschiedlich sind die Bestimmungen bei der Fortbildung in der
Dienstzeit.

"Mit diesem landesgesetzlichen █Fleckerlteppich█ muss jetzt Schluss
sein. Die hervorragende Arbeit, die KindergartenpädagogInnen und
-assistentInnen tagtäglich leisten, braucht entsprechende
Rahmenbedingungen und angemessene Bezahlung, realisiert über einen
Kollektivvertrag. Wir fordern die Betreiber privater
Kinderbetreuungseinrichtungen auf, endlich eine
Kollektivvertragslösung zu unterstützen", so Proyer und Steinkellner
weiter.

"Ein Schritt in diese Richtung ist die Anrechnung aller Karenzzeiten,
die wir heuer erstmals im Rahmen der Festlegung eines neuen
Mindestlohntarifes für private Kinderbetreuungseinrichtungen
durchsetzten wollen. Unser Ziel ist und bleibt aber ein einheitlicher
Kollektivvertrag für den gesamten privaten Bereich", so Proyer und
Steinkellner.

"Zu entsprechenden Rahmenbedingungen muss aber auch eine bundesweit
einheitliche Ausbildung für KindergartenassistentInnen und
-helferInnen zählen. Einheitliche Ausbildungsstandards kämen sowohl
den Kindern als auch den sie betreuenden Beschäftigten im Sinne einer
besseren beruflichen Qualifizierung zugute", fordert Steinkellner
abschließend.

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