- 05.10.2012, 12:35:07
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Heinisch-Hosek: Mit mehr Transparenz gegen die Lohnschere
Frauenministerin erinnert zum Equal Pay Day am 6. Oktober an Verantwortung der Wirtschaft
Utl.: Frauenministerin erinnert zum Equal Pay Day am 6. Oktober an
Verantwortung der Wirtschaft=
Wien (OTS) - "Dass wir im Jahr 2012 noch immer 23,7 Prozent
Lohnunterschiede haben, ist ein Armutszeugnis. Von diesem Viertel
kann man rund 15 bis18 Prozent überhaupt nicht erklären - das heißt,
da sind Teilzeit, Überstunden und Berufswahl schon herausgerechnet.
Das sind die reinen Diskriminierungsprozente, die da übrig bleiben",
so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum morgigen Equal Pay
Day.
"Der Equal Pay Day ist zwar drei Tage später als letztes Jahr, das
ist erfreulich. Trotzdem gibt es noch genug zu tun", so die
Frauenministerin, die die Maßnahmen für mehr Transparenz als
wichtigen Beitrag für mehr Lohngerechtigkeit hervorhob. "Mit
Einkommensberichten, Gehaltsangaben in Stelleninseraten und unserem
Online-Gehaltsrechner haben wir Licht ins Dunkel der
Gehaltsunterschiede gebracht. Denn in Österreich hat es viel zu lange
geheißen, über Geld spricht man nicht", unterstrich Heinsich-Hosek.
Die Frauenministerin erinnerte zum Equal Pay Day am 6. Oktober aber
auch an die Verantwortung von Unternehmen, wenn es um das Schließen
der Lohnschere geht. "Es gibt seit über 30 Jahren das
Gleichbehandlungsgesetz, das ungleiche Bezahlung verbietet. Am Papier
ist die Lohnschere also längst schon geschlossen. Dass wir sie noch
immer haben, spricht nicht gerade für unsere Wirtschaft." Gerade
Transparenz sei hier ein gutes Mittel, um der Geheimniskrämerei um
die Gehälter ein Ende zu bereiten. "Die Politik hat ihre Hausaufgaben
gemacht. Jetzt sind die Unternehmen am Zug", so Heinisch-Hosek
abschließend.
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