Heinisch-Hosek: Mit mehr Transparenz gegen die Lohnschere

Frauenministerin erinnert zum Equal Pay Day am 6. Oktober an Verantwortung der Wirtschaft

Wien (OTS) - "Dass wir im Jahr 2012 noch immer 23,7 Prozent Lohnunterschiede haben, ist ein Armutszeugnis. Von diesem Viertel kann man rund 15 bis18 Prozent überhaupt nicht erklären - das heißt, da sind Teilzeit, Überstunden und Berufswahl schon herausgerechnet. Das sind die reinen Diskriminierungsprozente, die da übrig bleiben", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum morgigen Equal Pay Day.

"Der Equal Pay Day ist zwar drei Tage später als letztes Jahr, das ist erfreulich. Trotzdem gibt es noch genug zu tun", so die Frauenministerin, die die Maßnahmen für mehr Transparenz als wichtigen Beitrag für mehr Lohngerechtigkeit hervorhob. "Mit Einkommensberichten, Gehaltsangaben in Stelleninseraten und unserem Online-Gehaltsrechner haben wir Licht ins Dunkel der Gehaltsunterschiede gebracht. Denn in Österreich hat es viel zu lange geheißen, über Geld spricht man nicht", unterstrich Heinsich-Hosek.

Die Frauenministerin erinnerte zum Equal Pay Day am 6. Oktober aber auch an die Verantwortung von Unternehmen, wenn es um das Schließen der Lohnschere geht. "Es gibt seit über 30 Jahren das Gleichbehandlungsgesetz, das ungleiche Bezahlung verbietet. Am Papier ist die Lohnschere also längst schon geschlossen. Dass wir sie noch immer haben, spricht nicht gerade für unsere Wirtschaft." Gerade Transparenz sei hier ein gutes Mittel, um der Geheimniskrämerei um die Gehälter ein Ende zu bereiten. "Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt sind die Unternehmen am Zug", so Heinisch-Hosek abschließend.

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