• 05.10.2012, 10:08:38
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FPÖ-Mölzer: EU darf Serbien keine weiteren Steine in den Weg legen

Weil Serbien nicht auf den Kosovo verzichten will, wird mit Homophobie-Vorwurf neue Front eröffnet - Für Belgrad haben Wirtschaft und Korruptionsbekämpfung Priorität

Utl.: Weil Serbien nicht auf den Kosovo verzichten will, wird mit
Homophobie-Vorwurf neue Front eröffnet - Für Belgrad haben
Wirtschaft und Korruptionsbekämpfung Priorität=

Wien (OTS) - Kein Verständnis hat der freiheitliche Delegationsleiter
im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, für die Kritik der
EU-Kommission an Serbien wegen der Untersagung einer
Homosexuellen-Parade in Belgrad. "Wie die serbischen Behörden
erklären, könne die Sicherheit der Teilnehmer nicht gewährleistet
werden. Außerdem haben für Belgrad Fragen wie die Ankurbelung der
Wirtschaft oder die Bekämpfung der Korruption Priorität und nicht die
Abhaltung von Veranstaltungen gesellschaftlicher Randgruppen", hielt
Mölzer fest.

Auch bestehe der Verdacht, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass mit
Hilfe der Homosexuellen-Lobby eine weitere Front gegen Serbien
eröffnet werden soll, weil Belgrad nicht zu einer Anerkennung der
einseitig ausgerufenen Unabhängigkeit des Kosovo bereit ist.
"Offenbar soll ein so starker Druck aufgebaut werden, bis Serbien
bereit ist, als Preis für einen EU-Beitritt all seine nationalen
Interessen zu verraten. Dieses Verhalten der EU ist völlig
inakzeptabel", betonte Mölzer.

Deshalb forderte der freiheitliche Europaabgeordnete Brüssel auf,
gegenüber Serbien Fairness walten zu lassen anstatt doppelte Maßstäbe
anzulegen. "Belgrad sind auf dem Weg in die EU, der ohnedies sehr
lange dauern wird, schon genug Steine in den Weg gelegt worden. Und
was den Vorwurf der Homophobie betrifft, sollten die Brüsseler
Bedenkenträger lieber den Blick auf ein Land werfen, das unbedingt in
die EU aufgenommen werden soll, nämlich die Türkei", schloss Mölzer.

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