• 04.10.2012, 14:23:26
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Prammer: Mehr Frauen in Führungspositionen IPU-Konferenz der Parlamentspräsidentinnen in New Delhi

New Delhi (PK) - Das 7. Treffen der Parlamentspräsidentinnen findet
diese Woche in der New Delhi statt. Organisiert wird dieser
Informationsaustausch vom indischen Parlament und von der
Interparlamentarischen Union (IPU). An der Konferenz nimmt auch
Michelle Bachelet, geschäftsführende Direktorin der UN-Frauen-
Organisation UN Women, teil. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer
appellierte an ihre Kolleginnen, Frauenfragen konsequent auf die
politische Agenda zu setzen.

Zwei Tage diskutieren Parlamentspräsidentinnen aus der ganzen Welt
zum Thema "Geschlechtersensible Parlamente". Im Zentrum der Debatten
stehen Maßnahmen, um mehr Geschlechtergerechtigkeit im Sinne
demokratischer Strukturen zu erreichen: konsequente Erhöhung des
Frauenanteils in Führungspositionen der Verwaltung sowie in
politischen Funktionen, gezielte Frauenförderpläne, Gender
Mainstreaming und Bewusstseinsbildung bei Abgeordneten.

NR-Präsidentin Prammer strich in ihren Statements die Aktualität von
geschlechtersensibler Kultur und Infrastruktur von Parlamenten
hervor. Unter anderem wies sie darauf hin, dass die Erhöhung des
Frauenanteils in Parlamenten weltweit wesentlich für die Änderung der
politischen Kultur sei. Als positives Beispiel nannte sie den
Frauenförderungsplan des österreichischen Parlaments: Derzeit sind
die leitenden Positionen der Parlamentsdirektion fast gleichermaßen
mit Frauen wie mit Männern besetzt.

Kritisch betrachtete Prammer hingegen den Frauenanteil bei den
Abgeordneten. Laut Ranking der Interparlamentarischen Union (IPU)
liegt Österreich hier mit 27,9 Prozent auf dem 35. Platz weltweit.
Das sei zwar verhältnismäßig gut, aber noch längst nicht
zufriedenstellend, stellte Prammer fest. Quoten seien in diesem
Zusammenhang als erprobtes und nützliches Instrument immer wieder
anzudenken.

Gute österreichisch-indische Kontakte

Seit Beginn ihrer Amtszeit verbinde sie eine herzliche Beziehung mit
Prammer, unterstrich die Präsidentin des indischen Unterhauses (Lok
Sabha), Meira Kumar, in einem bilateralen Gespräch. Ihr erster
Auslandsbesuch nach Amtsübernahme hatte sie im September 2009 auf
Einladung der NR-Präsidentin nach Österreich geführt. Sie schätze
besonders das Eintreten Prammers für Frauenanliegen auch auf
internationaler parlamentarischer Ebene und sei dankbar, dass sie an
der Konferenz der Parlamentspräsidentinnen teilnimmt. Kumar hob auch
die traditionell besonders guten Kontakte zwischen Indien und
Österreich hervor.
Prammer verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorarbeiten für das
Projekt eines "Young Leaders' Project" zwischen Indien und
Österreich, mit dem die Beziehungen weiter vertieft werden sollen.

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie auf der Website des
Parlaments (www.parlament.gv.at) im Fotoalbum. (Schluss)

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