• 02.10.2012, 12:56:58
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MKV-Kukacka: Die katholischen Farbstudenten ehren Leopold Figl

Gedenken an ihre Opfer des Widerstandes gegen das NS-Regime im KZ Mauthausen

Utl.: Gedenken an ihre Opfer des Widerstandes gegen das NS-Regime im
KZ Mauthausen=

Wien (OTS) - Die katholisch-korporierten Studentenverbände des
Mittelschüler-Kartell-Verbandes (MKV), des Österreichischen
Cartellverbandes (ÖCV) und des Akademischen Bundes Katholisch
Österreichischer Landsmannschaften (KÖL) nahmen heute mit einer
starken Abordnung an der Enthüllung der Gedenkskulptur für ihr
Mitglied Ing. Leopold Figl im KZ Mauthausen teil. Der frühere
Außenminister und Bundeskanzler gehörte seit seiner Mittelschul- und
Studentenzeit katholischen farbentragenden Studentenverbindungen an.
Insgesamt verliehen ihm 15 MKV- und 8 ÖCV-Verbindungen für seine
Verdienste um Österreich die Ehrenmitgliedschaft. Gemeinsam mit
Julius Raab hat er die Gymnasialverbindung K.Ö.St.V. Nibelungia St.
Pölten gegründet, und während des Studiums an der Hochschule gehörte
er der katholischen Studentenverbindung Norica Wien an.

Leopold Figl war als Verfolgter des NS-Regimes mehrere Jahre in den
Konzentrationslagern Dachau und Mauthausen interniert und hat das
Kriegsende - wegen Hochverrats zum Tode verurteilt - in der
Todeszelle des Landesgerichts Wien erlebt. Nur das Kriegsende rettete
ihn.

Aus diesem Anlass legten die katholisch-korporierten Verbände des
MKV, des ÖCV und der KÖL auch einen Kranz an der Gedenktafel für ihre
Opfer des Widerstandes gegen das NS-Regime nieder, denn 5 Mitglieder
aus ihren Reihen wurden allein im KZ Mauthausen von den
Nationalsozialisten ermordet.

"Die katholisch-korporierten Verbände wollen damit dokumentieren,
dass aus ihren Reihen eine Vielzahl von Couleurstudenten Opfer
politischer Verfolgung wurden, weil sie auf Grund ihrer politischen
und religiösen Überzeugungen Widerstand gegen das NS-Regime geleistet
hatten. Etliche ihrer Mitglieder wurden unmittelbar nach dem
Anschluss verhaftet und bereits am 1.4.1938 mit dem ersten Transport
in das KZ Dachau eingeliefert, unter ihnen auch Leopold Figl",
schloss MKV-Vorsitzender Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.

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