• 28.09.2012, 11:07:41
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WKÖ begrüßt Minister Töchterles zweite Fachhochschul-Ausbaustufe

Landertshammer: Richtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Bedarfsorientierung beim Studienangebot

Utl.: Landertshammer: Richtiger Schritt auf dem Weg zu mehr
Bedarfsorientierung beim Studienangebot=

Wien (OTS/PWK662) - Gerade vor dem Hintergrund wachsender
Unklarheiten über die künftigen Rahmenbedingungen unserer
Universitäten ist die Zusage von Bundesminister Karlheinz Töchterle
über 505 zusätzliche Studienanfängerplätze im Fachhochschulwesen für
die Wirtschaftkammer Österreich (WKÖ) ein wichtiges und richtiges
Signal. "Wir freuen uns darüber, dass nach einer vorübergehenden
Stagnationsphase der Motor der Fachhochschulentwicklung nunmehr
wieder rund läuft", stellt Michael Landertshammer, Leiter der
Abteilung für Bildungspolitik in der WKÖ, fest und verweist dabei auf
die hochschulpolitischen Forderungen der Wirtschaft aus dem Jahr
2009. Landertshammer: "Schon damals sind wir den Empfehlungen des
Wissenschaftsrates und der Expertengruppe zum Hochschulplan
zuvorgekommen, als wir uns für einen verstärkten Ausbau des
Fachhochschulwesens ausgesprochen haben. Wenn auf der Grundlage der
nunmehr zugesagten Anfängerstudienplätze im Vollausbau rund 4.000
Studienplätze zur Verfügung stehen, sind wir unserem Ziel erheblich
näher gekommen, dass bis zum Jahr 2030 die Fachhochschulen etwa 50
Prozent aller Hochschulabsolventen stellen sollten."

Der Grund für das ungebrochen große Interesse der
Wirtschaftskammer am Fachhochschulwesen liegt vor allem in der
Effizienz der Studienangebote und in deren fachlichen Ausrichtung.
"Wir halten es daher auch in Zukunft für richtig und konsequent, wenn
Karlheinz Töchterle in Abstimmung mit der Fachhochschulkonferenz den
bislang eingeschlagenen Weg einer besonderen Schwerpunktsetzung in
den technisch-ingenieurwissenschaftlichen Fächern und bei den
berufsbegleitenden Studien fortsetzt. Mit diesen wird nämlich sowohl
den Erfordernissen des Arbeitsmarktes von morgen als auch den
Bedürfnissen der angehenden Studierenden Rechnung getragen", führt
Landertshammer aus, der sich aber für die Zukunft noch weitere,
zusätzliche Förderkriterien vorstellen kann. "Im Sinne von größerer
Durchlässigkeit ist die Studienzulassung für beruflich Qualifizierte
ohne Studienberechtigung für mich ebenso ein wichtiges Anliegen
geblieben wie die Anrechnung berufsfachlicher Vorkenntnisse, denn uns
ist es nicht nur wichtig, Maturanten in wirtschaftsnahen
Studienrichtungen unterzubringen, sondern uns muss es auch darauf
ankommen, beruflich bewährte Spitzenkräfte aus der Wirtschaft im Wege
von FH-Studien zu verbesserten beruflichen Perspektiven zu führen",
so Landertshammer.

Angesichts der klaren Vorgaben für die Fachhochschulentwicklung
sieht die Wirtschaftskammer die aktuelle hochschulpolitische
Situation an den Universitäten und der "heißen Phase" bei den
Leistungsvereinbarungen mit großer Sorge. "Natürlich brauchen wir die
Universitäten zur Pflege und Weiterentwicklung der Wissenschaften und
ich sehe gerade in dieser Hinsicht die Notwendigkeit einer Schärfung
des Profils im Sinne einer für den Arbeitsmarkt nachvollziehbaren
Abgrenzung und verbesserten Aufgabenteilung zwischen Universitäten
und Fachhochschulen. Hier sind aber nicht nur die Universitäten,
sondern auch die Politik gefordert, klare Rahmenbedingungen zu
schaffen" stellt Landersthammer abschließend fest. (BS)

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