WKÖ begrüßt Minister Töchterles zweite Fachhochschul-Ausbaustufe

Landertshammer: Richtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Bedarfsorientierung beim Studienangebot

Wien (OTS/PWK662) - Gerade vor dem Hintergrund wachsender Unklarheiten über die künftigen Rahmenbedingungen unserer Universitäten ist die Zusage von Bundesminister Karlheinz Töchterle über 505 zusätzliche Studienanfängerplätze im Fachhochschulwesen für die Wirtschaftkammer Österreich (WKÖ) ein wichtiges und richtiges Signal. "Wir freuen uns darüber, dass nach einer vorübergehenden Stagnationsphase der Motor der Fachhochschulentwicklung nunmehr wieder rund läuft", stellt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der WKÖ, fest und verweist dabei auf die hochschulpolitischen Forderungen der Wirtschaft aus dem Jahr 2009. Landertshammer: "Schon damals sind wir den Empfehlungen des Wissenschaftsrates und der Expertengruppe zum Hochschulplan zuvorgekommen, als wir uns für einen verstärkten Ausbau des Fachhochschulwesens ausgesprochen haben. Wenn auf der Grundlage der nunmehr zugesagten Anfängerstudienplätze im Vollausbau rund 4.000 Studienplätze zur Verfügung stehen, sind wir unserem Ziel erheblich näher gekommen, dass bis zum Jahr 2030 die Fachhochschulen etwa 50 Prozent aller Hochschulabsolventen stellen sollten."

Der Grund für das ungebrochen große Interesse der Wirtschaftskammer am Fachhochschulwesen liegt vor allem in der Effizienz der Studienangebote und in deren fachlichen Ausrichtung. "Wir halten es daher auch in Zukunft für richtig und konsequent, wenn Karlheinz Töchterle in Abstimmung mit der Fachhochschulkonferenz den bislang eingeschlagenen Weg einer besonderen Schwerpunktsetzung in den technisch-ingenieurwissenschaftlichen Fächern und bei den berufsbegleitenden Studien fortsetzt. Mit diesen wird nämlich sowohl den Erfordernissen des Arbeitsmarktes von morgen als auch den Bedürfnissen der angehenden Studierenden Rechnung getragen", führt Landertshammer aus, der sich aber für die Zukunft noch weitere, zusätzliche Förderkriterien vorstellen kann. "Im Sinne von größerer Durchlässigkeit ist die Studienzulassung für beruflich Qualifizierte ohne Studienberechtigung für mich ebenso ein wichtiges Anliegen geblieben wie die Anrechnung berufsfachlicher Vorkenntnisse, denn uns ist es nicht nur wichtig, Maturanten in wirtschaftsnahen Studienrichtungen unterzubringen, sondern uns muss es auch darauf ankommen, beruflich bewährte Spitzenkräfte aus der Wirtschaft im Wege von FH-Studien zu verbesserten beruflichen Perspektiven zu führen", so Landertshammer.

Angesichts der klaren Vorgaben für die Fachhochschulentwicklung sieht die Wirtschaftskammer die aktuelle hochschulpolitische Situation an den Universitäten und der "heißen Phase" bei den Leistungsvereinbarungen mit großer Sorge. "Natürlich brauchen wir die Universitäten zur Pflege und Weiterentwicklung der Wissenschaften und ich sehe gerade in dieser Hinsicht die Notwendigkeit einer Schärfung des Profils im Sinne einer für den Arbeitsmarkt nachvollziehbaren Abgrenzung und verbesserten Aufgabenteilung zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Hier sind aber nicht nur die Universitäten, sondern auch die Politik gefordert, klare Rahmenbedingungen zu schaffen" stellt Landersthammer abschließend fest. (BS)

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