• 26.09.2012, 14:50:24
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Rechnungshof: ÖBB beim Abbau der Langsamfahrstellen am richtigen Weg

ÖBB arbeiten mit Hockdruck an der Beseitigung aller fahrplanrelevanten Langsamfahrstellen bis 2014; Verspätungen aufgrund von Langsamfahrstellen um zwei Drittel gesenkt

Utl.: ÖBB arbeiten mit Hockdruck an der Beseitigung aller
fahrplanrelevanten Langsamfahrstellen bis 2014; Verspätungen
aufgrund von Langsamfahrstellen um zwei Drittel gesenkt=

Wien (OTS) - Heute legte der Rechnungshof seine Ergebnisse zur
Follow-up-Prüfung der ÖBB-Langsamfahrstellen dem Nationalrat vor. Die
ÖBB-Infrastruktur AG hat sämtliche Empfehlungen, die der Rechnungshof
zum Thema ÖBB-Langsamfahrstellen im Jahr 2010 veröffentlicht hatte,
umgesetzt - acht vollständig und eine teilweise.

Gegenüber 2009 reduzierte sich die Anzahl der anlagebedingten
Langsamfahrstellen um 52,5 % auf 152 Stück, die Gesamtlänge insgesamt
um 64,6% auf 136 km (Stichtag jeweils 1.1.2012). Verspätungen
aufgrund von Langsamfahrstellen wurden um fast zwei Drittel
reduziert, anlagebedingte Verspätungen aufgrund von Störungen,
Bauarbeiten und Langsamfahren halbierten sich.

Rasche und effiziente Umsetzung der gesetzten Maßnahmen

"Um dieses Ziel erreichen zu können, hat die ÖBB-Infrastruktur AG die
Prozessabläufe in der Instandhaltung gestrafft, Entscheidungsprozesse
verkürzt und das Anlagenmanagement durch ein proaktives Life Cycle
Management optimiert", erläutert Andreas Matthä, Vorstandssprecher
ÖBB-Infrastruktur AG. Mehrere vorbeugende Maßnahmen wie
beispielsweise die Erkundung des Gleisunterbaus mittels Georadar und
der Einbau verschleißmindernder Bauteile wie gehärteten Schienen und
besohlten Schwellen wurden umgesetzt.

Neue Zeitrechnung für die Bahn - Klares Bekenntnis zur Schiene

Seit der Präsentation und dem Beschluss der langfristigen
Modernisierung der österreichischen Schieneninfrastruktur im Rahmen
des umfassenden Gesamtkonzeptes "Zielnetz 2025+" wird an der
Umsetzung gearbeitet. Jährlich investiert der Bund rund 2 Mrd. Euro
in den Ausbau und die Modernisierung von Streckennetz und Bahnhöfen -
so viel wie nie zuvor. Damit sind die Investitionen in die Bahn
doppelt so hoch wie jene in die Straße. Das Hauptaugenmerk liegt auf
der Sanierung weiter Teile des Streckennetzes, in das 56 Prozent der
derzeitigen Mittel fließen. Es wird mit Hockdruck an der Beseitigung
aller fahrplanrelevanten Langsamfahrstellen bis 2014 gearbeitet,
darüber hinaus werden 100 Bahnhöfe modernisiert oder neu errichtet
und barrierefrei gestaltet. Weiters wird laufend in die technische
Sicherung und Auflassung von Eisenbahnkreuzungen investiert, um diese
noch sicherer zu machen, der Lärmschutz verbessert und P&R Anlagen
errichtet. Selbstverständlich steht neben der dringend notwendigen
Bestandssanierung der Ausbau der großen Verkehrsachsen wie z.B. der
Südbahnstrecke im Mittelpunkt.

Handlungsbedarf gibt es laut Rechnungshofbericht etwa noch bei der
Information der Triebfahrzeugführer, wie Schäden durch schonende
Fahrweise verhindert werden können. Seit Anfang letzten Jahres führt
die ÖBB-Produkion GmbH Schulungen zur infrastruktur-schonenden und
energiesparenden Fahrweise für sämtliche 4.038 Lokführer durch - mit
großem Erfolg. Dadurch konnten allein letztes Jahr über 6 Millionen
Euro an Energiekosten eingespart werden. Diese Einsparung resultiert
im Wesentlichen aus einer möglichst sanften Fahrweise, die nicht nur
die Umwelt, sondern auch die Infrastruktur schont (keine starken
Beschleunigungs- und Bremsvorgänge). Darüber hinaus sind jährliche
Fortbildungen für jeden Lokführer verpflichtend vorgeschrieben, in
dem umwelt- und ressourcenschonende Fahrweise einen sehr hohen
Stellenwert einnimmt.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Jährlich nutzen 450 Mio. Kunden die Angebote des österreichischen
Mobilitätsunternehmens ÖBB. Täglich fahren 6.500 Personen- und
Güterzüge - die größte E-Mobility-Flotte Österreichs - mit
umweltfreundlichem Strom aus 92 % erneuerbarer Energie. Die ÖBB
bewegen mit Kundenorientierung und gesellschaftlicher Verantwortung
das System Bahn nachhaltig in Richtung Zukunft. Die ÖBB gehören zu
den pünktlichsten Bahnen Europas und bieten ihren Kunden die höchste
Pünktlichkeit in der EU. Mit konzernweit rd. 40.800 MitarbeiterInnen
bei Bahn und Bus (davon 37.050 in Österreich, 3.750 im Ausland,
zusätzlich 1.850 Lehrlinge) und Gesamterträgen von rd. 6,25 Mrd. EUR
ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes.
Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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