- 24.09.2012, 14:28:41
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Bioethikkommission am fatalen "Rückschrittsdampfer"
Jugend für das Leben ermutigt zum Protest gegen die Stellungnahme der österreichischen Bioethikkommssion zum Fortpflanzungsmedizingesetz
Utl.: Jugend für das Leben ermutigt zum Protest gegen die
Stellungnahme der österreichischen Bioethikkommssion zum
Fortpflanzungsmedizingesetz=
Linz (OTS/jfdl-mp) - Die jüngste Stellungnahme der Bioethikkommission
vom 21. September fordere geradezu zum allgemeinen Protest heraus,
sagt Carina Broucek, Pressesprecherin von Jugend für das Leben. "Die
Empfehlung zur weitgehenden Liberalisierung des
Fortpflanzungsmedizingesetzes (FmedG) ist ein fataler Rückschritt hin
zu einer vollständigen Entwürdigung menschlichen Lebens", so Broucek.
Sie begrüße, dass eine Minderheit der Bioethikkommission diese
Empfehlung nicht mittrage und eine abweichende Auffassung
veröffentlicht habe.
Die Mehrheit der Bioethikkommission ignoriere mit ihrer Empfehlung
zentrale, schwerwiegende Problemfelder: Zum einen führe die
Präimplantationsdiagnostik (PID) zur schonungslosen Selektion
behinderter Menschen. Des weiteren werden gesundheitliche Risiken und
die ethische Problematik, die mit der Eizellenspende einhergeht,
kategorisch ausgeklammert. Außerdem wird durch In-vitro-Befruchtung
für alleinstehende und lesbische Frauen einer ganzen Generation an
Kindern das Recht auf einen Vater geraubt.
Behindertes Leben verhindern
Durch die Empfehlung der PID disqualifiziere sich die
Bioethikkommission als "Wächterin der Würde", denn damit heiße sie
gut, die bei der IVF erzeugten Kinder auf ihre "Qualität" hin zu
überprüfen, sagt Broucek. Damit würde behindertes Leben schonungslos
selektiert werden, wobei es höchstwahrscheinlich - wie in Deutschland
- zu einem Dammbruch käme und nicht mehr nur nach schweren
Erbkrankheiten, sondern nach jeglicher Behinderung geforscht werden
würde. Selbstverständlich würde durch PID auch der Profitgier mancher
Fortpflanzungsmediziner Tür und Tor geöffnet, die nämlich durch eine
höhere Erfolgsquote bei IVF mehr verdienen.
Der Mensch besitzt unabhängig von Alter (ungeboren oder geboren),
Gesundheit oder anderen Faktoren eine Würde, selbst wenn er nicht
ge-, sondern erzeugt worden ist," so Carina Broucek. Dies bedeute
aber nicht, dass IVF gutzuheißen ist, denn sie nimmt einem so
entstandenen Kind das Recht, in einem Akt der Liebe gezeugt zu
werden.
Liberalisierung der Samen- und Eizellspende
Pressesprecherin Broucek ist insbesondere um eine wahrheitsgemäße
Aufklärung für Frauen besorgt: "Dass die Eizellenspende für die
Frauen eine gröbere gesundheitliche Belastung darstellt, wird von der
Bioethikkommission verschwiegen. Gerade die Fruchtbarkeit der Frau
sollte von der Kommission als kostbarer Schatz angesehen und als
solches nicht der Ausbeutung und der Experimentierfreudigkeit der
Fortpflanzungsmediziner preisgegeben werden."
Überdies ergebe sich durch die Freigabe der Ei- und
Samenzellenspende ein soziales Dilemma der Verwirrung hinsichtlich
Mutter- und Vaterschaft. Die Eltern seien es dem Kind schuldig, es
über seine wahre Herkunft aufzuklären: "Spätestens dann könnte sich
ein Kind mit genetisch-biologisch dubiosen Wurzeln sehr wurzellos
fühlen und außerdem nach seinen Eltern forschen wollen." Die
Erfahrung zeige, dass zum Beispiel adoptierte Kinder eine natürliche
Neugierde nach ihren wahren Eltern haben. Broucek: "Was antworten wir
jenen durch IVF erzeugten Kindern dann? Dass sie möglicherweise drei
Mütter haben, und gleichzeitig ohne ihren Vater aufwachsen mussten?
Hier sind fatale psychische Folgen vorprogrammiert."
Vaterlose Kinder
So klammere der neue Vorschlag der Bioethikkommission also die
Sorge um das soziale Wohl und die psychische Gesundheit des Kindes
vollkommen aus, so Carina Broucek. "Für Kinder sind Mutter UND Vater
entwicklungspsychologisch von größter Bedeutung. Wenn Lesben und
alleinstehenden Frauen nun In-Vitro-Befruchtung ermöglicht wird,
müssen Generation von Kindern in unnatürlichen, vaterlosen Familien
aufwachsen - es wird ihnen das Recht auf einen Vater kategorisch
verwehrt."
Politker sollen menschliche Würde verteidigen
Jugend für das Leben fordert von den verantwortlichen Politikern
statt dessen ein lebensbejahendes Fortpflanzungsmedizingesetz, das
die große menschliche Würde von Kindern und Eltern schützt,
behinderte Menschen nicht diskriminiert sondern als lebenswert
anerkennt und ein gesundes Familienbild in unser Gesellschaft
fördert.
Lesen Sie mehr zum Thema:
Presseerklärung von http://www.imabe.org/index.php?id=1748" zu
möglicher Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes.
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