Kollektivvertrag für Nichtfilmschaffende abgeschlossen: +2,9 % bei KV-Mindestgagen, +2,55 % IST

Wien (OTS/PWK643) - Nach langen Verhandlungen zwischen dem Fachverband der Film- und Musikindustrie und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund/Gewerkschaft der Gemeindebediensteten-Kunst, Medien, Sport, freie Berufe am 19. September wurde eine Einigung über den Kollektivvertrag für Nichtfilmschaffende - geltend ab 1. Jänner 2013 - gefunden. Nachdem über die ursprüngliche Forderung des ÖGB über 3 % keine Einigung erzielt wurde, wurde dem Wunsch der Arbeitnehmerseite Rechnung getragen, den im KV-Nichtfilmschaffende im § 30 bestehenden sogenannten "unechten IST-Lohn" (Aufrechterhaltung der Überzahlung ) ausnahmsweise und ohne Präjudiz für ein Jahr die vor 2009 bestehende IST-Lösung einzuführen.

Demgemäß wurde letztlich eine generelle Erhöhung des Kollektivvertrags bei den Mindestgagen um 2,9 %, beim IST-Gehalt um 2,55 % vereinbart.

Damit ist in den Verhandlung von beiden Seiten anerkannt worden, dass einerseits die Arbeitnehmerseite durch einen letztlich moderaten Abschluss den bescheidenen Produktionszuwächsen in der Filmwirtschaft Rechnung getragen hat, andererseits dieser Abschluss die Entwicklung des Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt jedenfalls berücksichtigt und mit der einmaligen Wiedereinführung eines IST-Lohnes auch den bisher überzahlten Arbeitnehmern eine entsprechende Teilnahme an den Lohnerhöhungen garantiert wird. Beide Verhandlungspartner betonen die konstruktive und sachorientierte Diskussion und die Absicht, in Arbeitsgruppen im Laufe des Jahres inhaltliche und strukturelle Änderungen im Kollektivvertrag weiter zu verhandeln. (SR)

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Dr. Werner Müller
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