- 20.09.2012, 09:40:40
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Unabhängige GewerkschafterInnen haben "Null Bock auf Nulllohnrunden"
Kampagne und Online-Petition der Unabhängigen GewerkschafterInnen gegen Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst
Utl.: Kampagne und Online-Petition der Unabhängigen
GewerkschafterInnen gegen Nulllohnrunden im öffentlichen
Dienst=
Wien (OTS) - "Null Bock auf Nulllohnrunden" - unter diesem Motto
gehen die Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB in ihre Kampagne
gegen Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst. Ziel sei einerseits,
darüber aufzuklären, dass Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst bei
weitem mehr Beschäftigte treffen würden, als nur einige
"privilegierte Beamte", andererseits, den Druck auf
Gehaltsverhandlungen im öffentlichen Dienst zu erhöhen.
Zwt.: Viel Bewegung bei Gemeindebediensteten
An der Gewerkschaftsbasis sei derzeit "viel in Bewegung", so
Thomas Kerschbaum, Personalvertreter und Bundessprecher der
Konsequenten Interessensvertretung (KIV/UG), der Unabhängigen
GewerkschafterInnen bei den Gemeindebediensteten. "Dass große
Unzufriedenheit mit der de facto Absegnung einer Nulllohnrunde für
Gemeindebedienstete herrscht, ist kein Geheimnis, davon zeugen neben
Unterschriftenlisten auch Resolutionen einzelner
Gewerkschaftsgremien, die sich klar gegen Nulllohnrunden und für ein
offensives Vorgehen der Gewerkschaft aussprechen," so Kerschbaum.
Ziel der KIV/UG sei es, in möglichst vielen Betriebsräten,
Personalvertretungen und Gewerkschaftsausschüssen Beschlüsse gegen
Nulllohnrunden zustande zu bringen, um so den Druck auf
Gehaltsverhandlungen zu erhöhen.
"Gerade bei den Gemeindebediensteten gibt es einen nicht zu
unterschätzenden Niedriglohnbereich. Bei vielen reicht schon heute
das Einkommen nicht mehr zum Auskommen. Eine Nulllohnrunde stellt
einen Reallohnverlust dar, der Arme noch ärmer macht. Das können wir
so nicht hinnehmen."
Zwt.: Online-Petition richtet sich an Gewerkschaften der öffentlichen
Dienste
Mit der Online-Petition "Nein zu Nulllohnrunden im öffentlichen
Dienst" möchten die Unabhängigen GewerkschafterInnen allen
Betroffenen aber auch jenen, die aus grundsätzlichen Erwägungen gegen
Nulllohnrunden sind, die Möglichkeit geben, gegen diese zu
protestieren: "Unsere Petition richtet sich sowohl an die GdG-KMSfB-
als auch an die GöD-Spitze, Nulllohnrunden nicht hinzunehmen, sondern
Verhandlungen mit den Dienstgebern einzufordern und diese notfalls
auch mit allen gebotenen gewerkschaftlichen Mitteln zu erzwingen," so
Beate Neunteufel-Zechner vom Vorsitzteam der Unabhängigen
GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst (UGöD) und Betriebsrätin.
Nulllohnrunden würden alle treffen, unabhängig von ihrer
Einkommenssituation: "Mit Einkommensgerechtigkeit haben
Nulllohnrunden nichts zu tun. Verteilungsgerechtigkeit wird über
höhere und progressivere Einkommenssteuern für Spitzenverdiener und
eine faire Besteuerung von Vermögen, Erbschaften und Schenkungen
hergestellt, nicht über undifferenzierte Lohnkürzungen."
Zwt.: Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst drohen auf den privaten
Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich überzugreifen
Vor einem Übergreifen von Nulllohnrunden auf den privaten Sozial-,
Gesundheits-, Bildungs- und Kulturbereich warnt Stefan Taibl,
Betriebsrat und Vertreter der Alternativen und Grünen
GewerkschafterInnen (AUGE/UG) im zuständigen Wirtschaftsbereich der
GPA-djp. "Viele Betriebe und Organisationen sind unmittelbar an die
Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst gekoppelt, der Bereich
erbringt im Auftrag der öffentlichen Hand, mit öffentlichen Mitteln,
Dienstleistungen. BetriebsrätInnen wurden schon Nulllohnrunden
angekündigt, dass ein Teuerungsausgleich seitens der Fördergeber
nicht vorgesehen sei," so Taibl. Auch die AUGE/UG möchte über
Beschlüsse in betroffenen Betriebsratskörperschaften den
verhandelnden Gewerkschaften "den Rücken stärken und vor allem auch
die Breite der Ablehnung von Nulllohnrunden dokumentieren."
Taibl erinnert daran, dass die mittleren Einkommen im
Sozialbereich 17 % unter jenem der mittleren ArbeitnehmerInnen
liegen: "Der private Sozial- und Gesundheitsbereich ist ebenso wie
der private Bildungsbereich von einem hohen Teilzeitanteil, einem
hohen Frauenanteil und unterdurchschnittlichen Einkommen geprägt.
Nulllohnrunden treffen damit insbesondere Frauen unverhältnismäßig
stark und vergrößern noch die Einkommenskluft zwischen dem
Sozialbereich und anderen Branchen."
Zwt.: Kampagnenblog verlinkt auch auf ÖGB-Nulllohnrundenrechner
Allgemeine Informationen zum Thema, sowie Berichte rund um
Aktivitäten gegen Nulllohnrunden finden sich auf dem Kampagnenblog
www.nullbockaufnulllohn.at. Über den BLOG ist sowohl die
online-petition "Nein zu Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst" als
auch "Nullbock auf Nulllohn" auf facebook erreichbar.
Ebenfalls auf dem BLOG: ein Link zum Nulllohnrundenrechner des ÖGB.
Mit diesem kann sich jede/r Beschäftigte ausrechnen was ihn/sie eine
einmalige Nulllohnrunden kosten würde!
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