• 18.09.2012, 13:36:06
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  • OTS0213 OTW0213

ÖH zu LehrerInnendienstrecht: Keine Einsparungen auf dem Rücken von JunglehrerInnen

Masterabschluss für alle PädagogInnen

Utl.: Masterabschluss für alle PädagogInnen=

Wien (OTS) - Da die Verhandlungen jetzt Fahrt aufnehmen, fordert die
Österreichische HochschülerInnenschaft ein ausfinanziertes,
akademisches Modell der PädagogInnenausbildung sowie ein sinnvolles
LehrerInnendienstrecht, das nicht durch Einsparungsdruck aufgeweicht
werden soll.
"Die ÖH fordert mit ihrem Modell der PädagogInnenbildung seit langem
ein durchgängiges fünfjähriges Studium für alle PädagogInnen. Auch
für den berufsbildenden Bereich und den Kindergarten ist ein Master
dringend erforderlich. Das muss auch für QuereinsteigerInnen aus der
Praxis gelten. In einem einheitlichen System für alle PädagogInnen
soll nach dem Bachelorstudium direkt das Masterstudium anschließen.
Erst nach dessen Ende erfolgt die Unterrichtseinführung", so Peter
Grabuschnig vom Vorsitzteam der ÖH.

Bisher wurde im Reformprozess immer noch nichts in eine rechtliche
Form gegossen, weshalb in einem ersten Schritt im
LehrerInnendienstrecht dringend ein verpflichtender Masterabschluss
für alle PädagogInnen, sowie die höchstens halbe Lehrverpflichtung
während der einjährigen Unterrichtseinführung verankert werden muss.
Alles andere wären Einsparungen auf dem Rücken von JunglehrerInnen.
"JunglehrerInnen sollen auf keinen Fall während ihrer
Unterrichtseinführung zu einer vollen Lehrverpflichtung verpflichtet
werden . Das ist deshalb dringend nötig, damit den JunglehrerInnen
genügend Zeit für begleitende Lehrveranstaltungen, sowie einer
Reflexion ihrer Tätigkeit bleibt. Hier entscheidet sich, ob in alte
Muster zurückgefallen wird oder ob die im Studium erlernten Konzepte
für einen qualitativen Unterricht auch übernommen werden", betont
Grabuschnig.

Grabuschnig führt außerdem an: "Bezüglich der Institutionenfrage ist
für die ÖH klar, dass die PädagogInnenbildung in einer einheitlichen
tertiären Institution stattfinden muss, die sowohl einen
entsprechenden Praxisbezug als auch den Bezug zu Forschung haben
muss. Diese Institution darf nicht verschult sein, wie es die
aktuelle LehrerInnenausbildung leider zu oft ist. LehrerInnen müssen
auch eine Zeit lang außerhalb des schulischen Systems stehen, um über
dieses reflektieren zu können. Des Weiteren muss Säkularisierung
garantiert werden. Aktuell gesetzlich festgeschriebene
Religionslehrveranstaltungen für Lehramtsstudierende sind für die ÖH
höchst bedenklich."

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