• 18.09.2012, 12:15:28
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"Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung" - das Testament für einen guten Zweck

Infoveranstaltung am 20. September 2012 um 19 Uhr im Naturhistorischen Museum Wien zum Thema "Nachhaltige Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen"

Utl.: Infoveranstaltung am 20. September 2012 um 19 Uhr im
Naturhistorischen Museum Wien zum Thema "Nachhaltige
Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen"=

Wien (OTS) - Das Naturhistorische Museum Wien ist eine
wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes und als
solche eine gemeinnützige Organisation, die darauf abzielt, das
Gemeinwohl zu fördern, indem sie sich in vielfältiger Art und Weise
für Bildung, Wissenschaft und das kulturelle Erbe engagiert.

In den Forschungsabteilungen des NHM betreiben rund 60
Wissenschafterinnen und Wissenschafter aktuelle Grundlagenforschung
in den verschiedensten Gebieten der Erd-, Bio- und
Humanwissenschaften. Damit ist das Museum ein wichtiges
Kompetenzzentrum für öffentlichen Fragen und eine der größten
außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich.

Ausgehend von den Fürstenhäusern der Renaissance und des Barock,
die in ihren Kunst- und Wunderkammern versuchten, durch rege
Sammeltätigkeit ein Abbild der Welt und der Natur zu schaffen, über
die aus dem Geist der Aufklärung entstandene Naturaliensammlung des
Wiener Hofes entwickelte sich das Naturhistorische Museum Wien bis
heute zu einer der wichtigsten naturwissenschaftlichen Einrichtungen
weltweit.

Die frühesten Sammlungen des Hauses sind über 250 Jahre alt und
wurden von Mäzenen gestiftet. Kaiser Franz Stephan (1708-1765), der
Ehemann von Maria Theresia, widmete sich mit besonderer Hingabe den
Naturwissenschaften und erwarb von Johann Ritter von Baillou die
damals größte Naturaliensammlung der Welt, um sie in der Wiener
Hofburg als kaiserliches Naturalienkabinett aufzustellen. Nach dem
Tod von Franz Stephan im Jahr 1765 beschloss Maria Theresia, diese
Naturaliensammlung dem Staat zu schenken. Die Objekte wurden in einem
neu erbauten Trakt der Hofburg aufgestellt und zwei Mal pro Woche der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kaiser Franz Josef I. (1830-1916) ließ das Naturhistorische und
das Kunsthistorische Museum an der Wiener Ringstraße erbauen, mit der
Absicht, das Gemeinwohl und die Wissenschaft weiter zu fördern, was
auch die kaiserliche Widmung unter der Kuppel des NHM in goldenen
Buchstaben vermittelt "Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung".

Aber nicht nur das Kaiserhaus machte der Allgemeinheit Geschenke,
großzügige Zuwendungen an das NHM kamen auch unter anderen von der
Wiener Großindustriellen-Familie Heinrich und Richard Drasche von
Wartinberg sowie von dem Zoologen und Intendanten des k. k.
Naturhistorischen Hofmuseums Franz Steindachner, der mit seinem
Privatvermögen nahezu alle Abteilungen des Museums mit bedeutenden
Sammlungsstücken bereicherte. Es waren unzählige Persönlichkeiten,
die die Sammlungen sowohl finanziell als auch mit wertvollen Objekten
unterstützten bis jüngst das Ehepaar Friederike und Oskar Ermann, die
größten Gönner des NHM in letzter Zeit, die bereits zu Lebzeiten
diverse Forschungsprojekte finanziell unterstützten und dem Haus
darüber hinaus ein lukratives Erbe zur Unterstützung der
wissenschaftlichen Forschung und für Projekte in den
Geowissenschaften überließen.

Im Vergleich zu Spenden an Tierschutz- oder Sozialeinrichtungen
sind private Zuwendungen für die wissenschaftliche
Grundlagenforschung leider marginal, obwohl die Auswirkungen für die
Gesellschaft weitreichend (aber nicht immer sofort erkennbar) sind.
Aus diesem Grund beteiligt sich das Naturhistorische Museum Wien an
der Aktion "vergissmeinnicht.at" des Fundraising-Verbands Austria,
der darauf aufmerksam macht, wie man per Testament gemeinnützige
Organisationen unterstützen kann.

Am Donnerstag, dem 20. September 2012, um 19 Uhr wird im
Vortragsaal des NHM eine Informationsveranstaltung angeboten, die
über diese nachhaltigste Form der Unterstützung aufklären soll.
Eingeladen sind Menschen, die über ihr Leben hinaus Gutes tun
möchten, die Zukunft ein Stück mitgestalten und Bleibendes für
nächste Generationen schaffen möchten.

Nach einer Kurzvorstellung von "vergissmeinnicht.at" durch den
Fundraising Verband Austria sowie Kurzpräsentationen der
teilnehmenden Organisationen (BirdLife, CARE, FWF, Jugend Eine Welt,
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Naturhistorisches
Museum Wien und Vier Pfoten) steht der Notar Dr. Christoph Beer für
Fragen zum Verfassen eines guten Testaments zur Verfügung.

Im Anschluss lädt das NHM zu Spezialführungen mit Dr. Vera M. F.
Hammer, Dr. Verena Stagl und Mag. Silke Schweiger zum Thema
"Schenken / Spenden / Vermachen - von Franz Stephan bis Ermann" ein.

Der Eintritt sowie die Führungen sind frei, eine Anmeldung ist
unter [email protected] oder Tel.: + 43 (1) 521 77-209
erforderlich.

"Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung" - das Testament für
einen guten Zweck

 Datum:   20.9.2012, um 19:00 Uhr
 Ort:     Naturhistorischen Museum Wien 
          1010 Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHM

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