- 10.09.2012, 11:43:40
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FMA-Bericht zum 2. Quartal 2012 der österr. Versicherungswirtschaft: Prämienvolumen in Österreich geringfügig zurückgegangen
Wien (OTS) - Österreichs Versicherungswirtschaft hatte im 2. Quartal
2012 - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - einen geringfügigen
Prämienrückgang um -0,71% auf Euro 3,9 Milliarden zu verzeichnen. Die
gesamten Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr 2012 zeigten ein
leichtes Minus von -0,16% auf Euro 8,9 Milliarden gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. In der Lebensversicherung kam es gegenüber dem
Vorjahreszeitraum zu einem Prämienrückgang von 8% auf Euro 1,54
Milliarden, der durch rückläufige laufende als auch Einmalprämien
sowohl in der klassischen als auch in der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung verursacht wurde. Solide Prämienzuwächse in der
Schaden- und Unfallversicherung (+5% auf Euro 2,0 Milliarden) und der
Krankenversicherung (+3,4% auf Euro 432 Millionen) konnten das
Prämienminus in der Sparte Leben egalisieren. Rückgänge im
versicherungstechnischen Ergebnis um fast -9% auf Euro 345 Millionen
als auch ein um -8,0% auf Euro 1,78 Milliarden gesunkenes
Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben dazu geführt,
dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um rund Euro
114 Millionen oder -11,1% auf Euro 914 Millionen in den ersten sechs
Monaten 2012 rückläufig war. Dies geht aus dem heute von der
österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten
Bericht über das 2. Quartal der österreichischen
Versicherungswirtschaft hervor.
Die Summe des verwalteten Vermögens heimischer
Versicherungsunternehmen betrug per Ende Juni 2012 zu Buchwerten
(ohne Rückversicherer und ohne fonds- und indexgebundene
Versicherung) Euro 95,3 Milliarden. Gegenüber dem Vorquartal
bedeutete das einen Zuwachs von +0,65%.
Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen
Lasten) zeigten am Ende des zweiten Quartals durch die weiterhin
rückläufige Zinstangente eine Steigerung zum Vorquartal um +2,1%. Das
bedeutet einen absoluten Anstieg von rund Euro 220 Millionen.
Die Kernaktienquote (Aktien notiert, Aktienfonds, Aktienrisiko in
gemischten Fonds) hat im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem
Vorquartal von 3,55% auf 3,38% leicht nachgegeben. Leicht rückläufig
war auch die erweiterte Aktienquote, die zusätzlich nicht notierte
Aktien inkl. Beteiligungen, strukturierte Schuldverschreibungen ohne
Kapitalgarantie und strukturierte Darlehen ohne Kapitalgarantie
umfasst. Der Wert der erweiterten Aktienquote lag per Ende Juni 2012
bei 15,19%.
Die Prämieneinnahmen der Auslandstöchter österreichischer
Versicherungsgruppen nahmen im ersten Halbjahr 2012 um 5,3% auf
insgesamt Euro 4,73 Milliarden gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu.
Der Anteil der verrechneten Prämien dieser Auslandstöchter am
gesamten Prämienvolumen steigerte sich im ersten Halbjahr 2012 im
Verhältnis zur Prämie aus Österreich gegenüber dem Vorjahrszeitraum
von 33,4% auf 34,6%. Das Finanzergebnis der Auslandstöchter war - wie
am österreichischen Markt - in den ersten sechs Monaten 2012 mit
4,8% auf Euro 343 Millionen rückläufig.
Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter:
http://www.ots.at/redirect/fmaberichtswesen
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