FPÖ-Hofer: Wehrdienst statt Söldner-Heer

Bedarf an Zivildienern wird steigen

Wien (OTS) - Klar für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht, sprach sich heute der freiheitliche Vizeparteichef NAbg. Norbert Hofer, anlässlich der Aussagen von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in der Radioreihe "Im Journal zu Gast" aus. "Massiv betroffen davon wäre natürlich auch der Zivildienst", gab Hofer Mikl-Leitner recht.

Ein Aus für den Zivildienst sei in weiterer Folge auch eine Gefahr für die Ehrenamtlichkeit, weil viele dieser Aktivitäten nur mit Unterstützung der Zivildiener funktionieren würden, betonte Hofer der darauf verwies, dass der Bedarf an freiwilligen Helfern im Sanitäts-und Pflegebereich aufgrund der demographischen Entwicklung stark steigen werde. "Mehr ältere Menschen bedeuten daher mehr Bedarf an Zivildienern", so Hofer. Mit Freiwilligen alleine sei diese Basisversorgung nicht aufrecht zu erhalten, warnte Hofer.

Sehr problematisch sieht Hofer auch die von Darabos angestrebte Söldner-Truppe, als Ersatz für unser Milizheer. "Eine Volksarmee wie wir sie nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges mit dem erfolgreichen Modell des allgemeinen Wehrdienstes verwirklichen konnten, stellt außerdem sicher, dass sich eine möglicherweise fehlgeleitete Armeeführung nie gegen das eigene Volk richten kann. Bei einer Söldner-Truppe a la Darabos sieht die Sache jedoch anders aus", verwies Hofer auf die diesbezüglichen Warnungen des Bundespräsidenten, der das Jahr 1934, im Unterschied zu Darabos, offenbar noch nicht vergessen hat.

Abgesehen davon sei ein sechsmonatiger Dienst für die Allgemeinheit -sei es als Wehr- oder Zivildiener - für die persönliche Entwicklung Jugendlicher sicherlich von Vorteil, betonte Hofer. "Wir sollten daher die Kirche im Dorf lassen und die Darabos-Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht als das sehen was sie ist: nämlich als billigen aber gefährlichen Wahlkampfgag", so Hofer.

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