PRO-GE-Anderl: Frauenpensionsalter ist kein Koalitionspfand

ÖAAB soll ArbeitnehmerInnen-Interessen vertreten!

Wien (OTS) - "Wer schützt eigentlich die Frauen vor dem ÖAAB", reagiert Renate Anderl, PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende verärgert auf die Aussagen von ÖAAB-Generalsekretär Wöginger, dass die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters eine Forderung der ÖVP für zukünftige Koalitionsverhandlungen sein werde. "Der ÖAAB soll zur Kenntnis nehmen, dass die Anhebung des Frauenpensionsalters ab 2024 bereits per Verfassungsgesetz geregelt ist, daher gibt es hier keinen Handlungsbedarf", so Anderl. "Dass es diese lange Frist gibt, hat gute Gründe, mit der sich auch der ÖAAB näher beschäftigen sollte. Es geht vor allem um das Ziel der echten Gleichstellung von Frauen", bekräftigt Renate Anderl.++++

"Bereits jetzt hindert niemand Frauen daran, länger zu arbeiten, wenn sie das wollen. Aber in den meisten Fällen ist die Wirtschaft gar nicht willig, ältere Frauen zu beschäftigen", ergänzt Anderl. Statt sich um das Frauenpensionsalter Sorgen zu machen und dieses nun auch für Koalitionsverhandlungen als Bedingung einzubringen, sollte sich der ÖAAB lieber dafür einsetzen, dass sowohl Frauen und Männer, die bereits bis 65 arbeiten werden müssen, auch die entsprechenden Rahmenbedingungen vorfinden. Dazu gehören gleiche Einkommen, gleiche Chancen, die Schaffung von ausreichenden und leistbaren Kinderbetreuungseinrichtungen und die Gesundheitsförderung in Betrieben, damit die Menschen überhaupt bis zu diesem Alter in Beschäftigung bleiben können und nicht schon vorher krank durch Arbeit sind.

Auch die Pläne nach einem Steuerfreibetrag von 7.000 Euro pro Kind sind für die PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende realitätsfremd. "Damit würden nur die Gutverdienenden profitieren und nicht ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Einkommen. Und das sind zum Großteil Frauen", so Anderl . Daher unterstützen die PRO-GE-Frauen die Pläne der Familienförderung neu von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach einer einheitlichen Familienbeihilfe. "Damit jedes Kind gleich viel wert ist", sagt Anderl abschließend.

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Klaudia Frieben
PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
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