- 07.09.2012, 11:25:42
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PRO-GE-Anderl: Frauenpensionsalter ist kein Koalitionspfand
ÖAAB soll ArbeitnehmerInnen-Interessen vertreten!
Utl.: ÖAAB soll ArbeitnehmerInnen-Interessen vertreten!=
Wien (OTS) - "Wer schützt eigentlich die Frauen vor dem ÖAAB",
reagiert Renate Anderl, PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende verärgert auf
die Aussagen von ÖAAB-Generalsekretär Wöginger, dass die vorzeitige
Anhebung des Frauenpensionsalters eine Forderung der ÖVP für
zukünftige Koalitionsverhandlungen sein werde. "Der ÖAAB soll zur
Kenntnis nehmen, dass die Anhebung des Frauenpensionsalters ab 2024
bereits per Verfassungsgesetz geregelt ist, daher gibt es hier keinen
Handlungsbedarf", so Anderl. "Dass es diese lange Frist gibt, hat
gute Gründe, mit der sich auch der ÖAAB näher beschäftigen sollte. Es
geht vor allem um das Ziel der echten Gleichstellung von Frauen",
bekräftigt Renate Anderl.++++
"Bereits jetzt hindert niemand Frauen daran, länger zu arbeiten, wenn
sie das wollen. Aber in den meisten Fällen ist die Wirtschaft gar
nicht willig, ältere Frauen zu beschäftigen", ergänzt Anderl. Statt
sich um das Frauenpensionsalter Sorgen zu machen und dieses nun auch
für Koalitionsverhandlungen als Bedingung einzubringen, sollte sich
der ÖAAB lieber dafür einsetzen, dass sowohl Frauen und Männer, die
bereits bis 65 arbeiten werden müssen, auch die entsprechenden
Rahmenbedingungen vorfinden. Dazu gehören gleiche Einkommen, gleiche
Chancen, die Schaffung von ausreichenden und leistbaren
Kinderbetreuungseinrichtungen und die Gesundheitsförderung in
Betrieben, damit die Menschen überhaupt bis zu diesem Alter in
Beschäftigung bleiben können und nicht schon vorher krank durch
Arbeit sind.
Auch die Pläne nach einem Steuerfreibetrag von 7.000 Euro pro Kind
sind für die PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende realitätsfremd. "Damit
würden nur die Gutverdienenden profitieren und nicht
ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Einkommen. Und das sind zum Großteil
Frauen", so Anderl . Daher unterstützen die PRO-GE-Frauen die Pläne
der Familienförderung neu von Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek nach einer einheitlichen Familienbeihilfe. "Damit
jedes Kind gleich viel wert ist", sagt Anderl abschließend.
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