- 06.09.2012, 11:13:02
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Erste Hilfe bei Kindern: Eltern haben Angst, Fehler zu machen
Studie belegt, dass ein Viertel der Befragten konkret nicht weiß, was im Ernstfall zu tun ist
Utl.: Studie belegt, dass ein Viertel der Befragten konkret nicht
weiß, was im Ernstfall zu tun ist=
Wien (OTS) - Gerade bei Kleinkindern ist die Verletzungsgefahr in den
eigenen vier Wänden sehr hoch. Bei einer erst kürzlich durchgeführten
Studie zeigte sich, dass mehr als die Hälfte aller Eltern Angst hat,
bei einem Notfall mit Kindern etwas falsch zu machen. Anlässlich des
Welttages der Ersten Hilfe am 8. September möchte der Samariterbund
für die Thematik sensibilisieren.
Die Studie wurde im Auftrag des Samariterbundes vom Institut Karmasin
Motivforschung durchgeführt. Befragt wurden 300 Personen, in deren
Haushalt Kinder wohnen:
* Nur 25% der Befragten glaubten, effektive Erste Hilfe bei Kindern
leisten zu können.
* Mehr als die Hälfte der Befragten (56%) hätte Angst, etwas falsch
zu machen, vor allem Personen über 40 Jahre (62%) und ohne Matura
(59%)
"Etwa 90% der Befragten waren der Meinung, dass der Erste-Hilfe-Kurs
im Rahmen des Führerscheins nicht ausreichend sei, um Erste Hilfe bei
Kindernotfällen zu leisten", erklärt Reinhard Hundsmüller,
Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. "Bei
mehr als einem Drittel der Befragten lag der letzte Erste-Hilfe-Kurs
neun Jahre oder länger zurück. Einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs für
Kindernotfälle hatte kaum jemand besucht."
Jürgen Grassl, MSc., Bundesschulungsleiter des Samariterbundes,
ergänzt: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - das gilt ganz
besonders bei einem Notfall. Es gibt bei ihnen zwar seltener
ernsthafte Verletzungen, aber wenn es dazu kommt, können sie sehr
schnell sehr gefährlich werden. Das Dramatische dabei ist, dass bei
Kindern fast die Hälfte der Verletzungen, zu denen
Rettungsorganisationen gerufen werden, lebensbedrohlich ist. Die
Eltern sind dann die wichtigsten Ersthelfer, weil sie am schnellsten
helfen können."
Bei der Karmasin-Umfrage wurde auch das tatsächliche vorhandene
Wissen abgefragt:
92% der Befragten gaben beispielsweise an, die Erste-Hilfe-Maßnahmen
bei großflächiger Armverbrennung zu kennen. 79% führten auch
richtigerweise die sofortige Kühlung der betroffenen Stellen an. Zum
Teil würde man aber auch auf Methoden zurückreifen, die mehr schaden
als nützen (Eiswürfel auflegen: 17%, Wundsalbe auftragen: 14%).
Frauen (86%) und Personen bis 40 Jahre (87%) glauben am ehesten zu
wissen, was beim Verschlucken von Fremdkörpern zu tun ist. Die
Mehrheit würde den Rettungsdienst holen (67%). Ein Teil der Befragten
würde aber falsche Maßnahmen ergreifen (33% würden versuchen, den
Gegenstand mit dem Zeigefinger aus der Mundhöhle herauszuholen, 32%
würden das Kind auf den Kopf stellen).
Der Samariterbund bietet spezielle Kurse für Eltern an. Anfragen
unter 01 891 45 - 181
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