FPÖ-Podgorschek: Finanzministerin Fekter auf der Flucht vor der Realität

Haftungssummen für Österreich haben 80 Milliarden Euro überschritten

Wien (OTS) - "Rund um Österreich herum verschärft sich die Krise. Doch statt an sinnvollen Lösungen zu arbeiten, steckt unsere Finanzministerin einfach den Kopf in den Sand und tut so als ob nichts wäre", kommentiert der freiheitliche Finanzsprecher NAbg. Elmar Podgorschek das Verhalten von Finanzministerin Maria Fekter im heutigen Budgetausschuss.

In Griechenland bereiten sich internationale Unternehmen bereits auf ein Ausscheiden des Landes aus der Eurozone und eine Wiedereinführung der Drachmen vor. In Spanien hat die Kapitalflucht inzwischen einen neuen Höhepunkt erreicht. "Für Österreich von besonderer Bedeutung ist natürlich die Entwicklung in Slowenien, da österreichische Unternehmen dort die größten Investoren sind. Die dortige Rezession ist natürlich sehr beunruhigend", erklärt Podgorschek.

Über Staatshaftungen in der Höhe von 80,6 Milliarden Euro sei Österreich von diesen Entwicklungen natürlich auch betroffen. Das Münchner IFO Institut gliederte diese Haftungen wie folgt auf:

Haftungssumme bei Zahlungsausfall der GIPS-Länder, Italiens und

Zyperns Mrd. Euro TARGET-Verbindlichkeiten (GIPS-Länder, Italien und Zypern) 42,6 EZB-Staatsanleihenkäufe (Stand 31.08.2012) 5,8 EU-Hilfe für Griechenland (1. Rettungspaket) 1,6 IWF-Hilfe für Griechenland (1. Rettungspaket) 0,3 ESM-Kapitaleinlage 2,2 ESM-Garantien 17,3 EFSM (zugesagt an IE, PT) 1,1 EFSF (zugesagt an IE, PT, GR) 8,3 IWF-Hilfsmittel parallel zu EFSF/EFSM bzw. ESM 2,2 unterproportionale Banknotenausgabe der Krisenländer -0,7

____________________________________________________________________ Summe 80,6

Doch statt ihrer Rolle als Finanzministerin gerecht zu werden und nach Auswegen und Lösungen zu suchen, nehme Fekter diese erschreckenden Zahlen einfach nicht zu Kenntnis. "Wir haben eine Finanzministerin, die auf Flucht vor der Realität ist. Das ist wohl das Schlimmste, das uns in der jetzigen Situation passieren kann", kritisiert Podgorschek Fekter scharf. Offensichtlich sei die Bundesregierung den Eurokraten in Brüssel inzwischen so hörig, dass sie zu keiner eigenständigen Reaktion mehr fähig sei.

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