- 05.09.2012, 12:35:13
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ÖH zu Inskription: Ziel sind mehr Studierende!
Zugansbeschränkungen wären fatale Reaktion auf sinkende Studierendenzahlen!
Utl.: Zugansbeschränkungen wären fatale Reaktion auf sinkende
Studierendenzahlen!=
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft zeigt sich
empört über die Forderungen nach mehr Zugangsbeschränkungen. "Es ist
absehbar, dass wir weniger neue Studierende als letztes Jahr haben
werden - an der TU Wien ist zum Beispiel erst die Hälfte erreicht.
Die Zahl der StudienanfängerInnen stagniert in den nächsten Jahren -
das zeigt auch die Hochschulplanungsprognose. Dass parallel zu
diesen Entwicklungen über eine weitere Senkung der
Studierendenzahlen durch Zugangsbeschränkungen diskutiert wird, ist
unfassbar", zeigt sich Peter Grabuschnig vom Vorsitzteam der ÖH
erbost. "Wer sich wundert, dass die Studierendenzahlen zurückgehen,
hat das letzte Jahrzehnt angeblicher "Hochschulpolitik" verschlafen.
Man hat den Eindruck, dass deren Ziel ausschließlich war,
(potentielle) Studierende abzuschrecken: Die Knock-Out Phase STEOP,
die schon existierenden Zugangsbeschränkungen, ein defizitäres
Beihilfensystem, Studiengebühren für viele, Aufbau des
Konkurrenzdrucks unter Studierenden sowie zwischen FHs, PHs und
Unis,... die Liste ist lang."
Die ÖH fordert deshalb, statt weiteren Zugangsbeschränkungen, einen
sofort umsetzbaren 5-Punkte-Plan gegen das Sinken der
Inskriptionszahlen und somit des Bildungsschiffs. "Erstens fordern
wir die Abschaffung von expliziten Hürden wie der STEOP, sowie den
Abbau von impliziten Hürden wie bürokratischen Mehraufwand - z.B.
durch ein "One-Stop-Shop System" satt endloser Schlangen. Außerdem
ist eine echte Orientierungsphase am Beginn des Studiums nach Forum
Hochschule absolut nötig. Zweitens: Bessere soziale Absicherung
durch den Ausbau von Sachleistungen (z.B. Freifahrten, Mensen,
Lehrunterlagen, studentische Selbstversicherung, ...) und eine
Erhöhung der Höchstudienbeihilfe auf ein existenzsicherndes Niveau
samt Erweiterung des BezieherInnenkreises. Drittens ist, um
Studieren wieder attraktiv zu machen, ein Schließen der
Finanzierungslücke auf 2% des BIP schon bis 2015 nötig: Dazu
benötigt es ca. 700 Millionen Euro mehr im Jahr. Viertens braucht es
einen flächendeckenden Ausbau und Finanzierung hochwertiger Beratung
für Studieninteressierte. Und Fünftens ist es höchste Zeit für die
Einführung einer Gesamtschule für alle Kinder. Es darf nicht
vergessen werden: die Trennung von Kindern schon mit neun Jahren
stellt die größte Hürde zum Besuch einer Hochschule dar", so
Grabuschnig.
Zusammenfassend ruft Grabuschnig zu Solidarität auf: "Wenn jetzt
noch mehr Zugangsbeschränkungen kommen, verkommt die österreichische
Hochschullandschaft endgültig zu einer Elitenausbildungstätte. Wir
rufen alle, denen die österreichische Hochschulausbildung am Herz
liegt, auf, sich den Bildungsraub nicht länger gefallen zu lassen.
Gemeinsam für freie Bildung!"
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