LH-Büroleiter Graber: Klarstellung zu Bericht der Kleinen Zeitung

Standortentscheidung Kärnten Werbung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Bezugnehmend auf den Bericht der "Kleinen Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe im Zusammenhang mit der Standortentscheidung der Kärnten Werbung im Jahr 2007 wird seitens des Büroleiters des Landeshauptmannes, Johannes Graber, klargestellt, dass es sich entgegen der Darstellung im Bericht weder um eine Auftragsvergabe im Sinne des Bundesvergabegesetzes noch um ein sonstiges Bieterverfahren gehandelt hat. Vielmehr sei es um die unternehmensinterne Entscheidung der Kärnten Werbung GmbH gegangen, ihren Standort von Velden nach Klagenfurt zu verlegen.

In diesem Zusammenhang wurde seitens der Geschäftsführung eine Informationsunterlage für Beratungen im Aufsichtsrat erstellt, die die beiden Standortoptionen einander gegenüberstellte. Dabei hat es sich nicht um ein "Gutachten" oder die Ermittlung eines "Bestbieters" gehandelt, sondern nur um die unternehmensinterne Bewertung der Vor- und Nachteile einer möglichen Standortverlegung.

Da der damalige Mehrheitseigentümer Land Kärnten aus Gründen der Synergie und Kostenersparnis eine räumliche Zusammenführung des Unternehmens mit anderen Tourismus- und Landesgesellschaften unter einem Dach nach dem One-Stop-Shop-Prinzip in einem im Landeseigentum befindlichen Gebäude präferiert hat, hat Graber, als zuständiger Mitarbeiter des Landes Kärnten, die Vorteile der seitens des Landes angestrebten Standortverlegung gegenüber der Geschäftsführung der Kärnten Werbung dargestellt.

In Velden wäre eine hohe Fremdmiete an die Casinos Austria zu zahlen gewesen. Auch hätte es keine Synergien mit den vielen anderen Einrichtungen geben können, da diese in Klagenfurt angesiedelt waren bzw. sind. Der Vorteil der Variante in Klagenfurt wäre neben niedrigeren Mietkosten als in Velden eben auch eine optimale Verwertung der Landesimmobilien gewesen. Es handelte sich somit um die für den Steuerzahler kostengünstigere und für die Tourismusunternehmer bessere Variante. Aufgrund dieser Argumente kam auch die von der Geschäftsführung erstellte Beratungsunterlage für den Aufsichtsrat zum Ergebnis, dass die Vorteile einer Standortverlegung nach Klagenfurt für das Unternehmen insgesamt überwiegen würden.

Die Meinung des Aufsichtsrates, der sich in seinen Beratungen schließlich entgegen dem Wunsch des Landes Kärnten und der Empfehlung der Geschäftsführung gegen eine Standortverlegung aussprach, war jedoch insofern von untergeordneter Bedeutung, als das Land Kärnten als Mehrheitseigentümer nicht auf die Zustimmung des Aufsichtsrates angewiesen war.
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