- 05.09.2012, 09:50:37
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Greenpeace: Gazprom - Raus aus der Arktis!
Greenpeace-Proteste vor Gazprom-Hauptsitzen in Moskau und Berlin
Utl.: Greenpeace-Proteste vor Gazprom-Hauptsitzen in Moskau und
Berlin=
Moskau/Berlin (OTS) - AktivistInnen der unabhängigen
Umweltorganisation Greenpeace demonstrieren seit heute früh vor den
Gazprom-Hauptsitzen in Moskau und Berlin. Grund für die Proteste
liefern erneut die Pläne des russischen Konzerns, in der Arktis nach
Öl zu bohren.
In Moskau haben AktivistInnen aus fünf Ländern, darunter auch eine
Österreicherin, ein Arktis-Schutzgebiet vor dem Firmengebäude
errichtet, sich an Zelte gekettet und den Zugang zum Gebäude
blockiert. Zur gleichen Zeit bauten Greenpeace-AktivistInnen in
Berlin einen rund drei Meter hohen undichten Öl-Bohrturm vor dem
deutschen Gazprom-Hauptquartier auf.
"Die rücksichtslosen Pläne von Ölgiganten wie Gazprom und Shell
in der Arktis nach Öl zu bohren, könnten zu einer schweren und
langfristigen Verschmutzung des sensiblen Ökosystems führen, das
ohnehin schon unter der Gefährdung durch den Klimawandel leidet.
Nur ein generelles Verbot aller Bohrungen in der Arktis und die
Errichtung eines Schutzgebietes kann dieses einzigartige Gebiet vor
einer gigantischen Ölpest schützen", erklärt Vladimir Chuprov,
Leiter der Energiekampagne bei Greenpeace Russland.
Der friedliche Protest folgt auf mehrere Greenpeace-Aktionen, die
sich gegen die zu Gazprom gehörige Ölplattform Prirazlomnaya in der
Pechorasee gerichtet haben. Erst vor wenigen Tagen hat sich Gazprom
dazu entschlossen, die umstrittenen Entwicklungspläne des Gasfelds
Shtokman Arctic in der Barentsee einzustellen. Damit bestätigte der
Ölriese, dass die Pläne wirtschaftlich nicht durchführbar sind.
Der russische Energieriese Gazprom will am Anfang des nächsten
Jahres mit gewerblichen Ölbohrungen in den arktischen Gewässern der
Pechorasee beginnen und damit eine der ersten Firmen sein, die Erdöl
aus der Arktis fördert. Noch ist die gigantische Ölplattform
Prirazlomnaya aber alles andere als bereit für diesen Einsatz. Erst
vor kurzem hat Greenpeace herausgefunden, dass die Plattform ohne
offiziell genehmigten Notfallschutzplan arbeitet. Forschungen haben
jedoch gezeigt, dass es nahezu unmöglich sein wird, das sensible
arktische Gebiet von Ölverschmutzungen zu reinigen. Und so ist auch
die einzigartige Tierwelt dieser entlegenen Region stark gefährdet.
"Die technischen Herausforderungen und die damit verbundenen
Kosten, um unter Extrembedingungen wie in der Arktis arbeiten zu
können, sind enorm. Der Stopp des viel gepriesenen Shtokman Projekts
sollte für Investoren und Firmen eine deutliche Warnung vor dem
enormen Risiko sein", so Chuprov abschließend.
Bildmaterial schicken wir gerne auf Anfrage
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