• 29.08.2012, 13:24:48
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LH Dörfler: Beibehaltung der Wehrpflicht dringend notwendig

Durch Einführung des Berufsheeres droht in Kärnten Schließung von Kasernen

Utl.: Durch Einführung des Berufsheeres droht in Kärnten Schließung
von Kasernen=

Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Wehrpflicht stellt Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler zum wiederholten Male klar, dass er die Beibehaltung der Wehrpflicht befürwortet und sich für deren Erhalt einsetzen wird. "Das Bundesheer leistet in vielen Bereichen wertvolle, unerlässliche Arbeit, auf die keinesfalls verzichtet werden kann", erklärt er. Gerade hält sich Dörfler in Sarajewo auf, wo er sich von der ausgezeichneten Friedensarbeit österreichischer Soldaten im Camp Butmir überzeugen konnte. "Die Friedensmission in Bosnien ist nur eine von vielen des österreichischen Bundesheers. Derartige Einsätze wären durch die Abschaffung der Wehrpflicht und die Einführung einer reinen Berufsarmee gefährdet, was selbst von Militärexperten bescheinigt wird", so Dörfler.

    Zudem ist die allgemeine Wehrpflicht für den Landeshauptmann auch wegen der Vermittlung einer Wertekultur, von Teamgeist und Kameradschaft, Solidarität und eines Gemeinschaftsdenkens, dem eigenen Land zu dienen, ausgesprochen wichtig. "Ich bin davon überzeugt, dass viele Kärntner hinter der Wehrpflicht stehen und diese auch für die Zukunft befürworten", stellt der Landeshauptmann klar.

    Die Abschaffung der Wehrpflicht würde aber auch direkte Folgen in Kärnten haben. "Es kommt der Anschein auf, dass Bundesminister Darabos die Wahrheit bewusst zurückhält. Denn mit seinen Plänen, die Abschaffung der Wehrpflicht durchzuführen, geht wohl auch eins zu eins die Schließung von Kasernen einher. Dass bei einem Berufsheer weiterhin neun Kasernen in Kärnten aufrecht erhalten bleiben, ist Illusion", so Dörfler. Eine Kasernenschließungswelle hätte nicht nur für den Arbeitsmarkt negative Folgen, sondern auch viele Kasernenstandorte würden einen massiven Rückschlag im Bereich der Wirtschaft und des nachgelagerten Gewerbes erleiden.

    Das Bundesheer hat sich auch über Jahrzehnte im Katastrophenschutz bewährt. Mit dem Wegfall der Wehrpflicht könne in Österreich niemals ausreichend Mannstärke bei Naturkatastrophen zur Verfügung stehen. Außerdem seien die Tage der Militärmusik, die den Österreichern als gewachsene Struktur ans Herz gewachsen ist, bei Auflösung der Wehrpflicht und Einführung des Berufsheers gezählt. "Für mich steht außer Zweifel, dass in Österreich die Wehrpflicht weiter bestehen bleiben muss. Ein Berufsheer kann nie die allgemeine Wehrpflicht und die ausgeprägten militärischen Leistungen in Österreich ersetzen", so Dörfler.
    (Schluss)

Klagenfurt (OTS/LPD) -

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