• 28.08.2012, 15:35:43
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  • OTS0156 OTW0156

Küberl: "Jetzt Maßnahmen für den Zivildienst überlegen, falls die Wehrpflicht fällt"

Caritas-Präsident fordert Parallelüberlegungen für "die soziale Errungenschaft Zivildienst".

Utl.: Caritas-Präsident fordert Parallelüberlegungen für "die
soziale Errungenschaft Zivildienst".=

Wien (OTS) - Die Entscheidung über die Zukunft des Bundesheeres im
Jänner 2013 braucht dringend Parallel-Überlegungen.
Caritas-Präsident Franz Küberl erinnert daran, dass es attraktive
Lösungen für eine Nachfolge des heutigen Zivildienstes brauche,
sollte der Fall der Abschaffung der Wehrpflicht eintreten. Denn eine
ersatzlose Streichung der Wehrpflicht und des damit verbundenen
Zivildienstes würde nicht nur eine "massive Kerbe ins soziale
System" schlagen, sondern sie wäre auch "eine Missachtung der
sozialen Kapazitäten junger Menschen", betont der Caritas-Präsident.
Der Zivildienst ist eine seit Jahrzehnten gut eingespielte
gesellschaftliche Institution, eine echte soziale Errungenschaft.
Küberl: "Der Zivildienst ist eine Übungswerkstatt für die
Zivilcourage. Diese braucht jede Gesellschaft dringend." Wenn es nun
zu einem guten Übergang kommen soll, dann brauche das viel Planung,
Strategie und Strukturarbeit.

Bereits im September 2010 hatte der Caritaspräsident eine breit
angelegte Diskussion angeregt und seine Vorschläge in brieflicher
Form bei Bundeskanzler Faymann, dem damaligen Vizekanzler Pröll und
der damaligen Innenministerin Fekter eingebracht. Küberl betonte in
seinem Schreiben damals, dass es darum gehen müsse, die Gelder, die
durch den Wegfall des Zivildienstes frei würden, "im Sinne der
Grundidee eines tatkräftigen Einsatzes für hilfsbedürftige Menschen
zu verwenden".

Anreize schaffen

Für Küberl habe sich der Zivildienst zu einer wesentlichen
Grundlage der Zivilgesellschaft entwickelt: "Heute ist er
unbestreitbar eine wichtige Säule im Sozial- und Gesundheitssystem.
Sollte es zu einer Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des
Zivildienstes kommen, dann müssten deshalb rasch tragfähige
Ersatzlösungen und entsprechende Anreize geschaffen werden, da es um
die Begleitung und Betreuung von tausenden Menschen in Not in
unserem Land geht."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCZ

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