• 28.08.2012, 13:14:04
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FPÖ-Podgorschek: Armin Wolf erliegt Propaganda der Euro-Fetischisten

Österreichs Exporte nach Deutschland weiter unerreicht, Exporte in Nicht-Euro-Länder steigend

Utl.: Österreichs Exporte nach Deutschland weiter unerreicht,
Exporte in Nicht-Euro-Länder steigend=

Wien (OTS) - "Offensichtlich ist Armin Wolf der Propaganda der Euro
Fetischisten erlegen, die ohne Euro einen Zusammenbruch der
heimischen Wirtschaft herbei fantasieren. Die Zahlen und die
wirtschaftliche Entwicklung sprechen dabei eine andere Sprache",
kommentiert der freiheitliche Finanzsprecher NAbg. Elmar Podgorschek
die suggestive Frageweise des ORF-Journalisten Armin Wolf im
gestrigen Sommergespräch. Weiterhin seien mit einem Volumen von 9,5
Milliarden Euro die Exporte nach Deutschland unerreicht. Der Euro
hätte sich in dieser Beziehung durchaus positiv ausgewirkt; man
dürfe aber nicht vergessen, dass auch schon der Schilling an die
D-Mark gekoppelt war. Wolf habe jedoch offenbar übersehen, dass vor
allem die Exporte in Nicht-Euro-Länder im Vergleich zum Vorjahr
stark im Steigen seien. Die höchsten Exportzuwächse verzeichnete
Österreich im ersten Quartal 2012 gegenüber den USA (+13,65%), Japan
(+23,56%), Brasilien (+20,90%), Kanada (+24,87%) und Australien
(+19,95%); auch die Exporte in die Schweiz, Österreichs
viertwichtigstem Exportabnehmer, seien um 5,34% gestiegen.

"Weiterhin ist vor allem der deutsche Exportmotor maßgeblich für die
positive Wirtschaftsentwicklung in Österreich. Aber auch in
Deutschland zeigt sich, dass der Export in nicht Euro Staaten,
besonders in die wirtschaftlich aufstrebenden Regionen in Asien und
Südamerika, für den Exportboom verantwortlich ist", erklärt
Podgorschek. In Deutschland hätten 2011 die Exporte in
Nicht-Euro-Länder jene in Euro Länder um 218 Milliarden Euro
überschritten und lägen damit um ein Drittel höher. In
außereuropäischen Regionen liege damit der Schlüssel für das
Exportwachstums sowohl Österreichs als auch Deutschlands. Für
Deutschland erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag
2013 eine Steigerung der Exporte in die BRICS-Staaten (Brasilien,
Russland, Indien, China und Südafrika) auf 15 Prozent, während
Handelspartner innerhalb der Euro Zone zunehmend schwächeln. Die
Prognose für Österreich sei ähnlich. So profitiere Österreich laut
Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo von starken Handels- und
Exportbeziehungen außerhalb Europas, etwa in Asien, wie der Wifo
Experte Marcus Scheiblecker am 14. August im Ö1 Mittagsjournal
feststellte. Auch die Außenwirtschaft Österreich AWO sehe Regionen
wie Donau- und Schwarzmeerraum, Südkaukasus, Nordamerika, BRICS und
aufstrebende Schwellenländer wie die "Next 11" (11
bevölkerungsreiche Länder, denen ein hohes Wirtschaftswachstum
prophezeit wird) als wichtige Zukunftsmärkte, so Walter Koren,
Leiter der AWO.

"Die Zahlen zeigen deutlich, dass für Österreichs Wirtschaft vor
allem jene Euro Länder, die gemäß unseren Vorstellungen Mitglieder
eines harten Nord-Euro sein sollten, von entscheidender Bedeutung
sind. Außerdem gab es auch vor Einführung des Euro Exporte in
Staaten wie Italien und Spanien. Die derzeitige Schwäche dieser
Staaten lässt jedoch die Exporte dorthin - Euro hin oder her -
sinken, wie der Exportrückgang nach Italien von ungefähr fünf
Prozent im Vergleich zum Vorjahr verdeutlicht", so Podgorschek. Das
starre Festhalten am Euro sei deswegen weniger eine ökonomisch -
sinnvolle sondern eine von der EU Zentrale ausgegebene politische
Haltung, der sich leider Österreichs Regierungsparteien
bedingungslos unterwerfen. Dagegen zeige es sich immer deutlicher,
dass die FPÖ mit ihrem wirtschafts- und finanzpolitischen Kurs
richtig liege. "Herr Wolf wäre gut beraten gewesen, sich mit
seriöser Recherche statt mit billiger Propaganda auf das
Sommergespräch mit HC Strache vorzubereiten", schließt Podgorschek.

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