- 28.08.2012, 11:01:41
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Greenpeace beendet den Protest in der Arktis nach fünf Tagen
Rekordminimum an der arktischen Eisdecke gemessen
Utl.: Rekordminimum an der arktischen Eisdecke gemessen=
Wien/Petschora See (OTS) - Internationale Greenpeace-AktivistInnen
verbrachten die Nacht im Schlauchboot, zwischen der
Gazprom-Ölbohrplattform "Prirazlomnaya" und dem Versorgungsschiff
"Anna Akhmatova". Um 5 Uhr früh begannen zehn AktivistInnen erneut
mit dem Versuch, das Versorgungsschiff am Festmachen neben der
Bohrplattform zu hindern. Mittlerweile hat Greenpeace die
Protestaktion beendet, während das US-amerikanische "National Snow
and Ice Data Centre" feststellte, dass die arktische Eisdecke ein
neues Rekordminimum erreicht hat. Kumi Naidoo, Geschäftsführer von
Greenpeace International: "Wenn ich jetzt davon höre, dass die
Eisdecke der Arktis ein Rekordminimum erreicht hat, während ich
neben einer riesigen Ölplattform stehe, ist das völlig irre. Die
Arroganz solcher Ölmultis, die in dieses höchstsensible Ökosystem
drängen, ist schlichtweg niederschmetternd." Die Arktis-Kampagne
werde jedenfalls weitergehen.
Zwei Aktivisten aus Finnland und Deutschland hatten in den frühen
Morgenstunden ihr Boot an die Festmachleine zwischen dem
Versorgungsschiff und der Bohrplattform gekettet. Dennoch vollzog
die "Anna Akhmatova" ihr Boarding und zog damit auch das
Greenpeace-Boot in die Höhe und warf so die zwei Aktivisten ins
arktisch kalte Wasser. Die russische Küstenwache stand bereit, griff
jedoch nicht ein. Das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" plant nun
gemeinsam mit Wissenschaftlern an die Eiskante zu fahren und das
Eisdeckenminimum und diesen verschwindenden Lebensraum zu
dokumentieren. "Unsere Kampagne gegen Shell und Gazprom und alle
anderen Ölunternehmen, die ihren Fuß in die Arktis setzen, wird
weiter gehen. Wir hören nicht auf, die rücksichtslose Ausbeutung der
Arktis zu dokumentieren und mehr und mehr Menschen dafür zu
gewinnen, es den fast zwei Millionen Menschen gleich zu tun, die
bereits ihre Stimme für den Schutz der Arktis abgegeben haben", so
Naidoo.
Das "National Snow and Ice Data Centre" hat mittlerweile Zahlen über
das arktische Eis veröffentlicht. Diese zeigen, dass der 2007
gesetzte Minimalrekord gebrochen wurde. Am 26. August war die
Eisfläche nur mehr 4,1 Millionen km2 groß, das sind um 70.000 km2
(fast die Größe Österreichs, Anm.) weniger als 2007. "Unser Planet
erwärmt sich in einer Geschwindigkeit, die die Zukunft von
Milliarden von Menschen gefährdet. Diese Zahlen sind keine Laune der
Natur, sondern Ergebnis der Effekte von Menschen verursachter
Erderwärmung, welche durch unsere Abhängigkeit von schmutzigen
fossilen Brennstoffen hervorgerufen wird", stellt der
Greenpeace-Geschäftsführer fest.
Im Juni hat Greenpeace mit einer Arktis-Schutzkampagne begonnen und
dazu aufgerufen, die Arktis zu einer internationalen Schutzzone zu
erklären. Am vergangenen Freitag begann Greenpeace mit sechs
AktivistInnen und Kumi Naidoo mit der Besetzung der
Gazprom-Ölplattform in der Arktis. Die zweite Aktion begann am
Montag, um drei Uhr in der Früh, um die Arbeiter der Ölplattform
davon abzuhalten, die letzten Vorbereitungsarbeiten auf der
Plattform zu verrichten.
Weiterführende Informationen:
http://www.schuetztdiearktis.at
http://www.greenpeace.at/schuetztdiearktis
Bildmaterial schicken wir gerne auf Anfrage
([email protected]) zu.
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